Wer A sagt, muß auch B sagen. So habe ich das mal irgendwo aufgeschnappt. Und in gewisser Weise läßt sich das auf viele Dinge anwenden. Sogar auf den Aufbau eines WLAN – Netzes. Wie ist das gemeint?Wie man ein optimales und stabiles WLAN – Netz aufbaut, wurde bereits beschrieben. Ich hatte hier auch zur Thema Sicherheit eine kleine Anmerkung fallen gelassen. Am Besten man verschlüsselt mit WPA. Warum dies jedoch mehr als wichtig ist und nicht nur als Geschwafel einiger Nerds abgetan werden sollte, versteht man, wenn man sich das Urteil aus Robert Basics Beitrag zu offenen WLANs anschaut.

Lässt man zu, dass Dritte über das eigene offene und ungesicherte WLAN ins Internet gehen und dabei Rechtsverstöße begehen, kann der Betreiber des WLAN haftbar gemacht werden. Dies kann bedeuten, dass man hohe Geldstrafen zu zahlen hat oder in den Bau wandert, wenn ein anderer über das eigene WLAN beispielsweise MP3-Dateien aus Filesharing-Netzen saugt. – Nicht gut!

Steht das WLAN, wie im Artikel 10 Tipps zum optimalen WLAN erklärt, muß zwingend und umgehend auch an die Verschlüsselung gedacht werden. Schließlich hat man ja Besseres zu tun als die Mücken für das Abzahlen der Strafe zusammen zukratzen, oder einige Zeit hinter Schwedischen Gardinen zu verbringen.

Also: Prio 1: WLAN Verschlüsselung!

Wie verschlüsselt man sein WLAN?

Das WLAN steht und die Verbindung ist zufriedenstellend? Dann verbindet man jetzt den PC per LAN-Kabel mit dem Router, ruft das Router-Menü auf und wählt den Menüpunkt zum Thema WLAN. Dort sollte man einen Unterpunkt WLAN-Sicherheit finden, wo man die bestmöglichste WLAN-Verschlüsselung auswählt.

WEP als Verschlüsselungsmechanismus ist überholt, weil es leicht zu knacken ist. Hat man jedoch Hardware, die nur WEP unterstützt, sollte man mindestens wöchentlich den Schlüssel ändern, oder besser noch neue Hardware kaufen. Sicherer ist WPA bzw. noch sicherer WPA2. Hier ist die Sicherheit um ein Vielfaches höher, als bei einer WEP-Verschlüsselung.

Man sollte also WPA2 einstellen und einen möglichst langen und komplizierten Schlüssel eintragen. Der Name des Hundes oder der Geburtsname der Schwiegermutter sind hier denkbar ungeeignet. Ziffernfolgen gekoppelt mit Buchstaben in unregelmäßiger Folge sind schon schwerer zu entschlüsseln.

Neben der Verschlüsselung, gibt es noch eine weitere Möglichkeit der Absicherung. Es ist möglich den Zugang weiterer Geräte, die über das WLAN ins Netz gehen wollen, zu begrenzen, in dem man den MAC-Adress-Filter aktiviert. Dieser merkt sich dei MAC-Adresse eines einmal zugelassenen Gerätes und speichert diese im Router ab. Will sich ein Gerät am Router im WLAN anmelden, wird neben der Verschlüsselung, die MAC-Adresse geprüft. Ist diese nicht registriert, gibt es keinen Internetzugang und keine WLAN-Verbindung.

Was ist eine MAC-Adresse?

Jedes Netzwerkegerät, also zum Beispiel Router, Switche, Wlan-Adapter, Netzwerk-Karten, Hubs und damit auch PC´s und Laptops, benötigen eine eindeutige Kennung, um in gesicherten Netzen eine Verbindung untereinander herstellen zu können.

Fazit:

Nur ein Sicheres WLAN ist ein gutes WLAN! Ist ein WLAN bestmöglich abgesichert, verschafft sich jedoch dennoch jemand unberechtigter Weise Zugang, so hat man wenigstens alles getan und im Falle einse Verfahrens steht man deutlich besser da als ohne!

Weiterführende Infos:

Bei Heise findet man einige technische Informationen zum Thema WLAN Verschlüsselung. Beim BSI findet man einige wesentliche Sicherheitstipps, die es unbedingt zu beachten gilt.