Stadtweites WiMAX-Netz in Baltimore

In der US-amerikanischen Stadt Baltimore im Bundesstaat Maryland hat seit wenigen Tagen ein eigenes flächendeckendes WiMAX-Netz. Was WiMAX erkläre ich an dieser Stelle einmal nicht weiter, das kann man sehr gut bei der Wikipedia nachlesen. Als wichtigste Hintergrundinfo sei jedoch erwöhnt, das WiMAX auch in Deutschland bereits genutzt wird. Zum einen Nutzen die Mobilfunknetzbetreiber WiMAX zur Überbrückung von Langstrecken zwischen Sendetürmen (Backhauling-Bereich), zum anderen gibt es in Deutschland mit den Anbietern Maxxonair, Deutsche Breitbanddienste, DSLonair und Inquam-Broadband erste WiMAX-Netze, die als Angebote für den geschäftlichen und privaten Breitband-Zugang zum Internet an den Start gegangen sind (Zugangs-Bereich).

Was in Baltimore aufgesetzt wurde?

Seht selbst:

Irre spannend. Egal wo man sich innerhalb des Netzes bewegt, hat man minimal eine DSL 2000 Geschwindigkeit. Das ist mehr als vielei Leute hierzulande überhaupt je bekommen können. Jetzt mögen Kritikier denken, daß diese Technik ja prinizipiel nicht anders darstellt als UMTS. Richtig. Aber es ist möglich ein WiMAX-Netz zu weit geringern Kosten als ein UMTS Netz aufzubauen und somit kann WiMAX eine gute Alternative werden. Ein weitere Aspekt ist die Integration von WiMAX-Chips bei Intel. Notebook-Hersteller können sich künftig zwischen WLAN- und WiMAX-Modulen entscheiden. Zur Zeit dürfte wohl aber noch WLAN ob der Verbreitung vorgezogen werden.

Ob sich WiMAX in Deutschland im Zugangs-Bereich durchsetzt bleibt abzuwarten. Eine Alternative zu DSL ist es vor allem in ländlichen Gebieten, wegen der weitaus geringeren Kosten (man spart sich das Kabel zu verbuddeln) und in Gebieten mit einer relativ hohen Bewohner Dichte. Letzteres ist in meinen Augen ein Problem: Wichtig wäre es dort mit WiMAX zu starten, wo geringe bis gar keine DSL-Bandbreiten zur Verfügung stehen. EIn Anbieter muß jedoch möglichst schnell möglichst viele Nutzer erreichen um profitabel zu werden.

(via)

One Comment

Comments are closed.