Zumodrive: Cloud-Storage how it should be!

Die Gerüchte werden in den letzten Tagen immer lauter: Microsoft wird mit Skybox eine mobile Version von Windows Live Mesh launchen. Dies soll jedenfalls auf dem Mobile World Congress in Barcelona verkündet werden. Damit startet ein Kampf:  Microsoft Skybox vs. Apple MobileMe

Doch die beiden Platzhirsche sind bei weitem nicht die einzigen, die gute Produkte entwickeln. Ähnliche Produkte gibt es bereits zu Hauf. Dropbox ist zum Beispiel eines davon und dürfte bereits dem ein oder anderen bekannt sein. Auch bei Dropbox werden die Daten zwischen mehreren Endgeräten synchronisiert. Weitere Vertreter sind beispielsweise Wuala und drop.io, oder auch das gerüchteweise immer mal wieder angekündigte GDrive von Google

ZumodriveNeu auf dem Markt ist das zur Zeit noch in einer Closed-Beta verfügbare Zumodrive. Zumodrive hat das Zeug den Markt für cloudbasierte Datenspeicherung komplett aufzurollen. Denn hier werden die Daten nicht einfach zwischen den Endgeräten synchronisiert, wie dies bei Dropbox der Fall ist. Dropbox legt die Daten parallel auf dem Onlinespeicher ab, synchronisiert diese Daten jedoch auch immer vollständig mit dem System, das auf den Speicher im Netz zugreift.

Zumodrive, das eine Clientsoftware auf dem Rechner ablegt und ein virtuelles Laufwerk ins System einbindet, simuliert den lokalen Speicher. Nur wenn die Dateien, Fotos und Musik tatsächlich angefordert werden, zieht sich Zumodrive die benötigten Daten, um sie anzuzeigen oder abzuspielen. Dem System wird somit lediglich suggeriert die Daten seien lokal auf dem Rechner verfügbar. Die Daten werden jedoch tatsächlich gestreamt. Voraussetzung ist hierbei natürlich eine verfügbare Online-Verbindung.

Zumodrive - eine virtuelle Online-Festplatte

Im Zumodrive-Blog wird ein Bezug zwischen Cloud-Computing und Cloud-Storage hergestellt. Währen Cloud-Computing eher auf den Zugriff auf Applikationen im Netz, also z.B. ein Online-Office, abzielt, ist Cloud-Storage die zur Verfügungstellung von Daten und Datenspeicher im Netz:

Cloud storage is similar to cloud computing. The main difference is that instead of access to applications the service provides access to data and data storage. This is much like a hard drive installed within your computer, only it exists on every computer that you use.

Derzeit gibt es noch keine Clientversion für mobile Endgeräte, doch Zumodrive ist dabei je eine Variante für iPhone und Android (Google-Handy) zu entwickeln. Ich persönlich hoffe natürlich noch auf eine Symbian-S60-Version.

Sind die Daten mit dem Online-Speicher gesynched, so kann man sich Zumodrive auf jedem anderen Rechner „installieren“. Den Client ereicht man im eingeloggten Zustand in Zumodrive. Hier hat man auch einen Überblick über bereits erstellte Ordner, verbrauchten Speicherplatz und hochgeladene Dateien.

Zumodrive Online-VersionSehr gut gefallen haben mir zum einen die Einbindung ins System, die Satusanzeige im Systemtray und die Funktion, dass Bilder online direkt in eine Slideshow umgewandelt werden. Wer die Synchronisation vollständig benötigt, also nicht bei jeder Datei-Anfrage streamen will, sondern die Daten sofort lokal verfügbar haben möchte, der kann dies in den Settings durchaus einstellen. Für Nutzer von Netbooks mit wenig Speicherplatz, ist das Streaming der Dateien jedoch von Vorteil. So hat man quasi immer alle Dateien dabei, ohne sie wirklich auf dem ohnehin sehr begrenzten Speicher ablegen zu müssen.

Auch und gerade für Zumodrive-Nutzer, die ihre Daten auch auf mobilen Endgeräten nutzen möchten stellt der Dienst eine enorme Erleichterung dar. So kann man z.B. das Musik-Archiv online ablegen und bei Bedarf überall Musik hören. Doch noch gilt es hier genau aufzupassen. Man sollte nicht unbedingt per Mobilfunknetz auf den Dienst zugreifen, sondern eher einen WLAN-Hot-Spot nutzen.

Via Netzwertig.com im sehr gut geschriebenen Artikel ZumoDrive: Das Zeug zum Dropbox-Killer?“ habe ich einen Invite zur Closed-Beta von Zumodrive bekommen.

Zumodrive war so nett auch mir 100 Einladungen zur Beta zur Verfügung zu stellen! Folgt diesem Link und nutzt den Einladungscode “penzweb”.  Teilt mir doch in den Kommentaren mit, was ihr von so einem Cloud-Storing Service haltet und wie ihr den Dienst nutzen würdet.

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  1. Pingback:Cloud-Storage: Zumodrive jetzt öffentlich verfügbar | Penzweb.de

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