Klischees, unfähige Politik und eifrige Journalisten

Es ist ein sehr trauriges und erschütterendes Thema. Es geht um den Amoklauf in Winnenden. Eigentlich wollte ich zu diesem Thema komplett schweigen, doch das, was derzeit von den Medien veranstaltet wird macht wütend und traurig zugleich. Dennoch ist es sicher vielen Leuten ein Anliegen an dieser Stelle nicht machtlos und ohnmächtig dazustehen und den Medien bei ihrem bösen Spiel zuzusehen.

Robin Meyer-Lucht hat in seinem Beitrag „Kübelweise Klischees im ARD-Brennpunkt über Winnenden“ sehr treffende Worte gefunden. Ich kann nur empfehlen diesen Beitrag zu lesen.

Denn wie wir nun auch alle wissen, war nicht nur der  Chat-Beitrag sicher ein Fake. Auch die Information, es wäre auf den PC des Täters Counterstrike und WoW gefunden worden, hat sich vermutlich als unwahr herausgestellt.

Statt sich auf das Internet, Internetsperren und vermeintliche Ballerspiele seitens Politik zu stürzen, ist es nun endlich mal an der Zeit, sich um gute Beschäftigungs-Programme für Kinder und Jugendliche zu kümmern, damit sie von der Strasse sind und um Familien mit Kindern stärker zu unterstützen.

Die Medien, egal ob Print oder TV  haben sich in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Es wird einfach ohne Recherche und Rückversicherung irgendwas in die Welt posaunt, dass sich später als unwahr oder unhaltbar herausgestellt hat. Versteht man das wirklich unter Journalismus?

Update:

Hano´s Artikel zum Thema sollte man unbedingt lesen! – Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen die Abendnachrichten.

Creative Commons License photo credit: puroticorico

One Comment

  1. Es hat sich ja auch schnell ein Jugendlicher gefunden, der in die Kamera sagte, Tim K. hätte wäre nie mit denen draußen rumgehangen, weil er ständig nur an seinem PC saß. Wer mag das bezweifeln, es paßt doch zu gut in das Klischee.

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