SMS: digitale Neujahrsgrüße 2009/2010

enVWenn an Silvester pünktlich um 0:00 Uhr die ersten Raketen in den Nachthimmel geschossen werden und uns die Böller um die Ohren fliegen, dann werden nur wenige Sekunden später bereits Millionen SMS verschickt.

Die digitalen Neujahrsgrüße bringen zu diesem Zeitpukt die Leitungen der Netzbetreiber und Provider mit eigenem SMS-Center trotz mehrfach redundant ausgelegter SMS-Routen zum „Glühen.“ Wenn man bedenkt, dass jedes Jahr rund 300 Mio Kurznachrichten allein in Deutschland versendet werden, ist dies nicht weiter verwunderlich.

Sowohl Netzbetreiber als auch Serviceprovider arbeiten stetig daran, die Gateways auf diesen saisonalen Ansturm vorzubereiten. Das reguläre Grundrauschen an normalen Tagen und die über den Tag ansteigende und zur Nacht wieder abflachende Traffic-Kurve stellt für die Provider keine besondere Herausforderung dar.  Doch Weihnachten als erste SMS-Welle im Jahresendgeschäft läßt in etwa erahnen, was auf die Systeme zum Jahreswechsel zukommen wird.

Früher waren die SMS-Mengen zu Silvester jedoch immer eine imense Herausforderung. In der SMS-Queue stauten sich die Nachrichten und die Auslieferung dauerte oftmals einige Stunden. Nicht selten kamen die Neujahrsgrüße erst an, wenn man selbst schon wieder daran dachte wie wohl die Hauptmahlzeit des Tages aussehen könnte.

Heute sind die SMS-Routen bei allen Anbietern so ausgelegt, das Trafficspitzen, wie zu Silvester, Weihnachten und zu anderen Feiertagen und Anlässen (z.B. am Valentinstag) entsprechend abgedeckt sind.

Als Kunde sollte man sich dennoch ein wenig gedulden, denn es kann immer einmal zu Verzögerungen und Delays bei der Auslieferung der heissgeliebten SMS kommen.

Dies kann im Übrigen auch an jedem anderen Tag passieren. SMS ist eben kein Realtime-Dienst, auch wenn es manchmal so scheint. Vielleicht sind wir da bereits ein wenig verwöhnt.

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