WLAN Cracking Kits werden in China zum Verkaufsschlager

WLAN sicher verschlüsselnIn China scheinen sich auf den Schwarzmärkten recht umtriebige Gestalten herumzutreiben. Aktuell werden sogenannte „WLAN Cracking Kits“ verkauft, mit denen es möglich sein soll, die Passwörter unsicherer WLAn HotSpots ausspähen zu können. Der Clou: Die Kits sind mit umgerechnet knapp 19€ vergleichsweise günstig zu haben.Somit dürften die Kits auch bei Kids schnell beliebt werden.

Die Inhalte des Kits und das nötige vorgehen beschreibt gulli.com wie folgt:

Die Ausrüstung besteht aus einem kleinen USB Adapter mit einer WLAN-Antenne, einer Treiber-CD, einer detailierten Gebrauchsanweisung und einer Live-CD inklusive der Linux Distribution BackTrack. Da in diesem kleinen Betriebssystem bereits Software für das Ausspähen von Passwörtern vorhanden ist, gestaltet sich der Vorgang denkbar einfach. Das Tool Spoonwep nutzt lange bekannte Sicherheitslücken im Protokoll von WEP-geschützten Netzwerken aus, während Spoonwpa WPA-geschütze Netzwerke mittels Bruteforcing attackiert (gebräuchlicher wären ein Wörterbuch-Angriff oder Rainbow Tables). Ist das gesuchte Passwort bekannt, wird der PC neugestartet, Windows gebootet und man kann fröhlich lossurfen. Allerdings kann sich der Bruteforcevorgang sehr langfristig gestalten. So brauchte Spoonwpa für das Erraten des Passwortes „sugar“ in einem Test, über eine Stunde.

Es wird nicht sehr lange dauern, bis solche Kits auch in Europa auf Schwarzmärkten angeboten werden.

Schützen kann man sich nur, wenn man das eigene WLAN-Netz mit der höchstmöglichen Verschlüsselungs-Technik sichert. Notfalls sollte man einenFachmann fragen.

Creative Commons License photo credit: nrkbeta | via: Neuer Topseller: WLAN Cracking Kits

4 Comments

  1. So wird ein Shuh draus. Wenn man es als Test-System einsetzen kann, um die Sicherheit von WLANs zu überprüfen und den Eigentümer dann korrekt berät ist es ein sinnvolles Tool.

    😉

  2. Schlimm ist an sich, das es eh schon leicht ist. Wer das wirklich machen möchte
    und google bemüht, hat in einer Stunde alles zusammen, was er wissen muss
    und fertig installiert.

    Sollte so ein Kit aber wirklich eine Klick-Lösung sein, dann wäre diese auch
    interessant, um Netzwerke mal fix auf die Schnelle zu testen. Das sage ich
    nicht weil ich über reichlich krimineller Energie verfüge, sondern weil ich das
    im Job auch oft machen muss. 😉

  3. Das stimmt natürlich. Aber das ist doch gerade der Punkt: Du bekommst alles fertig in die Hand und mußt nur noch nach Anleitung klicken. Der Rest geht von allein.

    Dafür sind die Leute mit genügend krimineller Energie dann auch gern bereit 20€ auszugeben.

    Der Kenner, baut sich das selbst zusammen, wenn er denndie krimminelle Energie dazu hat.

  4. Naja… ein solches Kit braucht man dazu nicht wirklich. Es ist zwar ne
    feine Sache alles konfiguriert serviert zu bekommen, aber ob Kit hin
    oder her… brauchen tut man es nicht um ein unsicheres Netz zu
    entern.

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