Sensationsfund am Danewerk: Das Tor der Wikinger

In der Region um Schleswig sind Wikinger seit jeher ein ganz besonderes Thema. Dass die Wikinger hier einst lebten und sich gegen die Feinde im Norden und Süden zu wehr setzen mußten, ist durch Haitabu und die im Schloss Gottorf ausgestellten Funde, wie zum Beispiel das Nydam-Schiff,  bewiesen. Das Nydam-Schiff hat eine ganz eigene Geschichte, die hier nicht weiter thematisiert werden soll, interessant war jedoch, als dieses archäologisch bedeutende Schiff nach Dänemark ausgeliehen wurde. Nur soviel: Es wurde per Hovercraft verladen.

Nun gab es bereits seit 2009 Grabungen am Danewerk, nachdem ein baufälliges Cafe abgerissen wurde. Unter dem Cafe vermuteteman wohl schon etwas und nun hat man das „Tor der Wikinger„, welches im Danewerk, wohl das einzige ist, gefunden. Das Danewerk gilt als das größte archäologische Denkmal Nordeuropas und zugleich als dänisches Nationaldenkmal.

shz schreibt:

Lange wurde danach gesucht. Bereits jetzt sprechen viele Fakten dafür, dass es dem Team um Grabungsleiterin Dr. Astrid Tummuscheit vom Archäologischen Landesamt gelungen ist, das im Jahr 808 in den fränkischen Reichsannalen genannte „einzige Tor“ freizulegen. So wurden von Erde verfüllte Löcher entdeckt, in denen einst kräftige Holzpfosten zur Stützung der steinernen Wangen der Mauer gesteckt haben müssen. Und es wird weiter gegraben. „Wir hoffen, noch einen Meter tiefer weitere Indizien für Holzkonstruktionen zu finden“, erklärt Astrid Tummuscheit.

500 Jahre lang standhaft

Das Danewerk zwischen der einstigen Wikingersiedlung Haithabu bei Schleswig und der Treene diente als südliche Befestigungsanlage der Dänen gegen die Sachsen und Slawen. Mindestens 500 Jahre lang durchschritten Könige und Händer, quälten sich Heere und Herden durch den einzigen und etwa sechs Meter breiten Durchlass durch die bis zu sieben Meter hohe Mauer auf dieser Schleswiger Landenge zwischen den Meeren.

Es ist schon beeindruckend. Es ist kaum eine Woche her, da hieß es noch Sensationeller Fund in Füsing: Wikingerstadt ausgegraben. Die beiden Fundorte liegen kaum weniger als 10 KM Luftlinie auseinander! Es ist schon herrrlich an der Schlei.

Bildquelle: Danewerk, Wikipedia