Wichtiges festhalten… mit Stift und Papier

Dinge behalten zu wollen, erfordert manchmal doch ein wenig mehr als ein gutes Langzeitgedächtnis.  In unserer medial überfrachteten Welt gibt es unerschöpflich viele Möglichkeiten, sich Dinge zu merken.  Vor allem Smartphone-Nutzer können hier mitreden. Es gibt unzählige Apps, die Notizen in der Cloud speichern, an Termine erinnern, den Status einer Aufgabe speichern und Projektpläne stets abrufbereit halten.

Doch was nützt es, diese Dinge irgendwo einem Dienst im Netz anzuvertrauen, wenn es keine regelmäßige Erinnerungsfunktion gibt (das stört mich am meisten an Evernote), oder in dem Moment, wo man eine Info benötigt der Zugang nicht verfügbar ist. Wie auch immer…

Obwohl ich immer irgendwie online bin und mein Smartphone bei mir trage, bin ich froh, auch Papier und Stift dabei zu haben. In den vergangenen Jahren habe ich diverse Notizbücher gefüllt und ebenso viele Schreibgeräte leer geschrieben. Vom einfachen Kugelschreiber mit unterschiedlichsten Werbebotschaften zu Notizblöcken aus dem Supermarkt. Irgendwie war dies immer nie so richtig befriedigend. So hab ich, wie viele andere Bürohengste vermutlich auch durch die Schreibwarenwelt gehangelt. Es gibt sicher noch einige Stifte, die ich nicht kenne. Ebenso viele Notizbücher dürfte es wohl geben, die ich noch nicht gesehen habe. So habe ich vom einfachen Geha Inky zum Lamy Pico gefunden und vom Spiralblock zum Moleskine Notizbuch – natürlich kariert. Meine Lieblingsschreibfarbe war dabei jedoch immer dieselbe: schwarz.

Aktuell jedoch habe ich eine Kombination gefunden, die mir bisher am besten gefällt. Als Notizbuch habe ich mir nun einen Brunnen Kampagnon in A5 angeschafft. Das Besondere bei diesem Buch ist nicht , dass sowohl, der vom Moleskine bekannte Gummizugverschluss, oder ein Zeichenbändchen integriert sind, sondern dass hier zusätzlich eine Stiftschlaufe eingefügt wurde. Letztere fehlt vielen Notizbüchern und läßt sie so weniger nützlich erscheinen.

An sich bin ich auch mit dem Lamy Pico sehr zu frieden, weil er klein und handlich ist und ein sehr gutes Schriftbild abliefert – trotz meiner versauten Handschrift. Denn eigentlich bin ich Linkshänder, aber ich wurde damals auf das Schreiben mit rechts getrimmt. Zufällig wurde ich jedoch neulich in einem stadtbekanntem Schreibwarengeschäft (leider muß das Geschäft in Kürze schließen) vom Geschäftsführer angesprochen, ob ich nicht einen neuen sehr guten Tintenroller gebrauchen könne. An sich brauchte ich keinen, aber meine Neugier war größer. So kam ich dann zum Harmel Tintenroller. Vorteil bei diesem hochwertigem Stift: Er sieht aus, wie ein Füller, ist dann jedoch quasi ein Ballpen, wird aber dennoch mit Tintenpatronen befüllt. Hier passen die einfachen Pelikan-Patronen, die dann auch gar nicht so sehr ins Geld gehen.

Mit dieser Kombination bin ich momentan sehr glücklich. Ob ich mir dann immer noch ein Noteslate anschaffen werde..?