Rette dein Android Handy mit „Plan B“

August 21st, 2011 | Posted by Mathias in Android | Apps | Fundstücke | Gadgets | GPS | Mobilfunk

Was an sich eine Banalität sein sollte – die Ferninstallation von Apps auf einem Handy – kann zu einem Retter in der Not werden. Wie dies und „Plan B“ dazu beigetragen haben, dass Jon Barrow, sein Android zurückbekam und warum Streetview und Google Maps doch sehr hilfreich sein können, wenn nicht verpixelt wird, zeigt die folgende Geschichte.

Vor ein paar Tagen wunderte ich mich über eine Meldung der Süddeutschen Zeitung. Hier hieß es, man könne auf Handys , welche mit dem Betriebssystem Android betrieben würden, Apps auch per Ferninstallation auf das Handy bringen, so wie es auch bei iPhones via iTunes möglich ist. An sich eine Banalität, die jeder Android Nutzer eigentlich kennen sollte, seit Google den Android-Market im Web verfügbar gemacht hat. Swen Wacker vom Landesblog wies mich darauf hin, dass diese Meldung wohl über irgendwelche Automatismen bei der „SZ“ gelandet sei. Ursprünglich ist es eine dpa-Meldung, die wohl eingekauft wird. Zudem scheint auch nicht jedem Android Nutzer klar zu sein, dass eine Ferninstallation möglich ist. Hab mich da wohl ein wenig geirrt.

Wenn es darum geht eine neue App auf dem Handy zu installieren und ich einen Rechner mit Internetzugang zur Verfügung habe, dann gehe ich an sich immer über den Market im Web. Es ist einfach angenehmer, dort auf einem großen Monitor die Details über die App zu lesen, Bewertungen anzusehen und schließlich den Befehl zur Installation, bei Gefallen der App, zu geben.

Der Umstand der Ferninstallation war es nun auch, der es Jon Barrow ermöglichte, sein verlorenes Android Handy wiederzufinden. Barrow schildert die Geschichte seines Verlustes recht atemberaubend und spannend. Er verlor sein Handy in einem Taxi am Flughafen in San Diego. Nachdem er seinen Verlust feststellte, glaubte er schon, das Handy nie wieder zu finden. Er stieß jedoch auf eine App im Android Market, die, wenn sie erst einmal auf dem Handy installiert ist, den Aufenthaltsort des Handys per GPS ermittelt und per Mail an den Besitzer mitteilt.

Voraussetzung für die Ermittlung der Position ist natürlich ein eingeschaltetes, ausreichend geladenes Handy mit GPS-Uplink.  Der Finder des Androiden von Mr. Barrow, tat ihm jedoch den Gefallen, das Handy weder auszuschalten, noch den Akku leerlaufen zu lassen. Ganz im Gegenteil, er versuchte sogar in einigen Mobilfunk-Shops das gefundene Gadget für sich zu aktivieren. Offensichtlich vergebens.

Nun gut. Die Geschichte hat sich schließlich doch zum Guten gewendet und Barrow bekam sein Handy zurück. Er hat dabei fast unnatürliches Glück gehabt, denn selbst wenn man eine App mit eben diesen Funktionen installiert hat, zeigt diese

Story, dass es schon viele Zufälle braucht, um sein Handy wieder zu bekommen.


Die App, die Barrow hier einsetzte, hört auf den Namen Plan B und kommt aus dem Hause Lookout Labs. Ich hab die App ausprobiert, hatte keinen eindeutigen GPS-Uplink zu dem Zeitpunkt, bekam aber innerhalb der ersten 10 Minuten tatsächlich regelmäßig Updates über die Position meines Handys. Wer weiß, vielleicht ist die App mal irgendwann ganz hilfreich. Dann erinnert euch an diesen Beitrag, die Story von Jon Borrow, und die die Möglichkeit der Ferninstallation von Apps über den Google Android Market.

Eine Randbemerkung sei mir noch erlaubt. Barrow nutze neben der App Plan B auch Google Maps und Google Streetview, um den Weg seines Hab und Gutes nach zu verfolgen. Er hat natürlich, wie bereits erwähnt immenses Glück gehabt, dass er sein Handy überhaupt wieder gefunden hat. Dennoch, was wäre gewesen, wenn die Orte, an denen sein Handy auftauchte in Streetview verpixelt gewesen wären. Die in unseren Landen vorherrschenden Paranoia vor Google Streetview wäre dem ganzen Unterfangen, hätte Barrow sein Handy in Deutschland verloren, wohl mehr als abträglich gewesen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie sein Bericht wohl dann ausgefallen wäre.

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