Eine Weihnachtsansprache – Edward Snowden 2013

Edward Snowden hat in diesem Jahr mit seinen Enthüllungen die Überwachungs- und Spionageaffäre 2013 ausgelöst. Mit seinen Veröffentlichungen hat er für sehr viel Aufruhr gesorgt und uns gezeigt, mit welchen Mitteln vor allem unsere „lieben Freunde“, die Amerikaner, zu der unsere Bundesregierung ja ach „so gute Beziehungen“ pflegt, in unsere Privatsphäre eindringen und uns alle unter Generalverdacht stellen, Terroristen zu sein. Denn dieses Argument ist das einzige, dass die Amis immer wieder anführen, wenn es darum geht, ihre Überwachungs-Manie zu rechtfertigen – die Angst vor Terrorismus. In der Realität darf man sicher sein, dass nicht die Terrorismus-Angst der Amis Grund für die Überwachung ist, sondern einzig und allein Wirtschaftspolitische Interessen. Dennoch spielt unsere eigene Regierung mit, lässt sich immer wieder von den Amerikanern einlullen und strebt selbst danach die Überwachung in unserem Lande zu maximieren – siehe Vorratsdatenspeicherung.

Weihnachtsansprache Edward Snowden 2013

Edward Snowden hält uns nun heute in einer Weihnachtsansprache im englischen Fernsehen – wenn ich das richtig mitbekommen habe, parallel zur Ansprache der Queen(!) – noch einmal in aller Deutlichkeit vor, dass die Überwachung heute wesentlich schlimmer ist, als George Orwell sie in seiner Dystopie 1984 , in der es um einen totalitären Präventions- und Überwachungsstaat geht, beschrieben hat (wer 1984 noch nicht gelesen hat, sollte dies dringend mal nachholen!) Jeder von uns hat heute ein kleines Gerät in der Tasche, dass sich ganz toll tracken lässt. Unser Always-on-Habitus und das ständige Teilen unserer Erlebnisse und Gewohnheiten tragen dazu bei, uns noch gläserener zu machen. Sind wir doch selbst dafür verantwortlich, was wir in die digitale Welt hinausposaunen.

DirektLeak

Ein Kind, welches heute geboren wird ,wisse nicht mehr, was Privatleben sei, sagt Snowden. „Es wird nicht mehr wissen, was ein Moment Privatsphäre bedeutet, einen Gedanken zu haben, der weder aufgenommen wurde, noch analysiert. Das ist ein Problem, denn das Privatleben ist wichtig, das Privatleben hilft uns zu bestimmen, wer wir sind und wer wir sein wollen.“

Privatsphäre bedeutet Freiheit, Selbstbestimmung und freie Meinungsäusserung. Wir können Menschen wie Snowden nur dankbar sein, dass sie solche Misstände aufdecken und alles dafür tun, dass wir auch in Zukunft frei und selbstbestimmt auf diesem Planeten leben können. An uns ist es, ihn zu unterstützen.