Herzlich willkommen zur vierten Ausgabe der „Mobilen Woche“! Gestern Abend so gegen 20 Uhr etwa sind bei Google einige Server ausgefallen. Das ganze dauerte ganze 28 Minuten und hat die TechNews-Blogs und News-Portale in helle Aufregung versetzt. Jetzt mal ganz im Ernst: Wer von euch hat das tatsächlich wahrgenommen? Können wir nicht mal ein paar Minuten ohne auskommen? Und, müssen wir jetzt alle sterben?

Fragen die die Welt bewegen. Sei es drum widmen wir uns den Themen der vergangenen Woche.

Das schlechteste Password 2014 war…

123456„. Damit hat es die Alternative „password“ deutlich vom Thron gestoßen. Leute, macht es den Hackern doch nicht so leicht! Mein Tipp an dieser Stelle: Schaut euch einmal LastPass an, oder nutzt stattdessen eine Lokale Alternative, wie zum Beispiel Keepass. Damit müßt ihr euch nur noch ein Passwort merken, denn die beiden Tools speichern alle anderen für euch und loggen euch bei bedarf dann fix ein.

Redtube Abmahner tauchen offenbar unter

Es war klar, dass wir von der Redtube Abmahnwelle noch hören werden. Allerdings anders als ich gedacht hatte. Die Abmahner sind einfach mal untergetaucht. Es gibt einen neuen Geschäftsführer und überhaupt wird die Geschichte ziemlich undurchsichtig. Die Abgemahnten können so zumindest hoffen, dass die Geschichte im Sande verläuft.

Spione im Wohnzimmer – Dein Smart TV schaut mit

Schöne neue Smarthome Welt. C´t deckt auf, wie eure Smart-TV´s euch ausspionieren und an wen die Daten zur Auswertung übermittelt werden. Beängstigend!

Chrome Browser ließ sich abhören

Eine Meldung zum Chrome-Browser aus dem Hause Google hat mich dann auch etwas beunruhigt. Angeblich besteht schon seit Monaten eine Lücke im Browser, die es Angreifern ermöglicht „mitzuhören.“ Die Lücke war schon Monate bekannt, es gab auch einen Patch dafür, aber Google sah sich scheinbar lange Zeit nicht willens, diesen Patch auch einzuspielen.

Aktuell lässt sich die Lücke in den neusten Versionen des Browsers aber nicht mehr nachstellen.

Edward Snowden Interview Sonntag 23:00 Uhr in der ARD

Edward Snowden
Photo, Wikipedia, TheWikiLeaksChannel

Am Sonntag Abend um 23 Uhr sendet das Erste eine Dokumentation mit einem Interview über Snowden. Das wird sicherlich sehenswert. Ich halte Edward Snowden für einen Held unserer Zeit und habe höchsten Respekt vor ihm, einem Menschen der gegen alle Regeln aufzeigt, dass sein eigenes Land in eine Richtung abdriftet, die einem Filme wie „V-wie Vendetta“ oder das Buch „1984“ von George Orwell als Märchen erscheinen lassen.

Allerdings muss man die ARD auch heftigst kritisieren. Ein solch relevantes Thema zu so später Stunde  zu senden ist in meinen Augen ein großer Frevel. Zu wenige Menschen beschäftigen sich wirklich mit Netzpolitik, Überwachung und den Geheimdiensten. Wer Menschen aktivieren will, muss solche Themen früher senden. Alles andere ist einem öffentlich-rechtlichen Sender nicht würdig!

 NSA kauft Gülle in Mengen

Bitte entschuldigt meine gleich folgende Ausdrucksweise, aber der NSA wühlt nicht nur in unseren privaten Surfgewohnheiten, Dokumenten, Telefongespächen und sonstigen Metadaten herum, neine die NSA beschäftigt sich auch mit echter Scheiße. Sie kaufen Abwasser in großem Stil, um damit ihre Server-Farmen zu kühlen. Disgusting!

 Cloudspeicher-Anbieter Dropbox ist 10 Mrd Dollar wert

Nach Abschluß einer weiteren Finanzierungsrunde bei der Dropbox noch einmal 250 Mio Dollar Venture-Capital einheimste ist der Cloud-Riese nun 10 Mrd Dollar wert. Zumindest rechnerisch.

mobilcom-debitel cloud

Ob man hingegen tatsächlich seine Daten einem amerikanischen Onlineservice anvertrauen will, sollte man sich vielleicht doch noch einmal genau überlegen, ob der Snwoden-Affäre. Glücklicherweise gibt es ja auch Alternativen auf deutschen Servern, die auch noch unserem hiesigen Datenschutzrecht agieren müssen. Beispiel gefällig? Mobilcom-debitel Cloud. Bereits in der kleinsten Version der md Cloud gibt es für 1,99€ im Monat als Option zum Mobilfunkvertrag 40 GB Online-Speicher, für 3,99€ gibts dann schon 80GB. Bei Dropbox hingegen legt man 10$ pro Monat für 100GB an, mit dem Nachteil, dass der Server im Ausland liegt.

Telekom trennt sich von Entertainment-Diensten

Die Dienste Pageplace, Musiload, Gamesload und Softwareload stehen zum Verkauf. Die Telekom plant scheinbar andere Modelle, die ähnlich wie die Spotify-Kooperation aufgebaut sind. Einzig der Dienst Videoload, der eng mit dem Entertain-Paket verknüpft ist soll nicht verkauft werden.

Netflix kommt nach Europa

Während sich die Telekom von Entertainment-Diensten trennen will, macht sich ein aus den Staaten bekannter Dienst auf, Europa einzunehmen. Ob sich Netflix gegen hiesige Konkurrenz, wie Maxxdome, WatchEver und Co. durchsetzen kann? Wenn das Angebot stimmt und amerikanische Serien deutlich früher zur Verfügung stehen als üblich, könnte es was werden.

Das war die vierte Woche in 2014. Ich bin gespannt,was die kommende Woche uns zu bieten hat.