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  • Mobile Payment: Die Gerüchteküche brodelt wieder

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    Mobile Payment: Apple heizt Gerüchteküche anUnzählige sogenannte „Mobile Payment Systeme“ buhlen auf dem Markt um die Gunst und die Budgets der Kunden. Angetrieben durch den kurz bevorstehenden Start des Apple iPhone 6 beginnt die Gerüchteküche wieder zu brodeln.

    So wirklich klar ist vielen dabei gar nicht, was genau dieses „Mobile Payment“ eigentlich ist. Ich behaupte, jede Art der möglichen Zahlungsweisen ist mobil, selbst die, wenn man mit Scheinen und Kleingeld an der Kasse steht. Die Begrifflichkeit des in der heutigen Welt genannten Mobile Payments hingegen meint die Abrechnung von Warenkörben unter Beteiligung des Mobilfunktelefons.

    Es gibt bereits dutzende von Zahlsystemen, die in Verbindung mit dem Smartphone mehr schlecht als recht funktionieren und zudem meist den eigentlichen Zahlvorgang nicht vereinfachen, was das eigentliche Ziel des Mobile Payments sein sollte, sondern ihn verkomplizieren. Appbasierte Systeme wie die neuste Paypal App, Apps von Edeka und Netto oder Taxi.de, stehen dabei in Konkurrenz zu Systemen mit Card-Readern für das Handy, wie z.B. Square, oder eben sogenannten Wallets, wie die Google Wallet oder den Wallet Systemen der Netzbetreiber, wie Telekom und Vodafone, welche allerdings nur in Verbindung mit einem Secure-Element auf der Mobilfunk-SIM-Karte funktionieren.

    Nun jedoch soll Apple den Markt revolutionieren. Gerüchten zufolge soll Apple in die Version 6 des iPhones neben dem bereits integrierten Fingerabdruckscanner einem NFC-Chip integrieren wollen. Weiterhin besagen einzelne Berichte, dass Apple nun mit Kreditkarten-Unternehmen, vor allem American Express, zusammen arbeiten will.

    Vorausgesetzt das iPhone 6 enthält nun tatsächlich einen Paymentdienst, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Apple hier einen Pflock einschlägt und den Markt aufrollt? Nun, Apple hat bereits mehrfach gezeigt, dass sie durch andere Herangehensweisen Märkte revolutionieren können. Dies zeigte schon die Einführung des iPhone selbst, wodurch Marktführer, wie Nokia oder Blackberry nicht nur vom Thron gestoßen wurden, sondern in eine tiefe Krise, die auch heute noch sieben Jahre nach Einführung des neuartigen Smartphonekonzeptes der Apple Inc.  anhält.

    Zumindest für den deutschen Paymentmarkt sehe ich hier keine wirkliche Revolution. Die Deutschen habe heute noch Angst sich durch den Einsatz von Kredit- oder EC-Karten zu verschulden. Weiterhin ist ein Mobile Paymentsystem nur ein weiteres neben vielen, die alle um das Budget des Kunden buhlen müssen. Nur weil Apple ein Paymentsystem einführt, ist nicht plötzlich mehr Geld im Markt. Die Kunden werden auch nicht beginnen, mehr Geld auszugeben. In den „Mobilen Paymentsystemen“ steckt eine tiefe und zudem vage Phantasie. Die Phantasie, dass die Kunden ihr Verhalten bei Einkäufen am POS ändern und nicht mehr bar oder mit „Karte“ zahlen, sondern mit der App oder der Wallet. Das zieht natürlich Umsätze ab, hin zu den Wallets und Apps und führt damit dann zu Einnahmen ihrer Betreiber durch Transaktionsgebühren. Die Banken verlieren dadurch an genau diesen Gebühren, die App und Wallet Betreiber wollen dadurch gewinnen.

    Aber werden die Nutzer tatsächlich ihr Verhalten ändern? Haben Sie ein höheres Vertrauen in Apple als  in die kreditkarten-ausgebenden Unternehmen (VISA, AMEX), wenn sie schon kein großes Vertrauen in diese haben?

    Zumindest muss ein solches System sehr, sehr einfach, aber vor allem sicher sein. Es geht nicht nur um Digital Lifestyle, sondern um unser Bestes: unser Geld. Hier wollen wir absolute Sicherheit! Wir werden sehen. Eins ist jedoch gewiss: auf dem deutschen Markt wird es m.E. keine Revolution geben, sondern eine sehr, sehr  lange „Einführungsphase“.

    Bildquelle: pixabay.com

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