Quizduell: mobiler Zeitfresser mit hohem Suchtfaktor

Januar 18th, 2014 | Posted by Mathias in Android | Apple | Apps | Fun | iOS | SocialMedia | Spiele | Tipps - (Kommentare deaktiviert für Quizduell: mobiler Zeitfresser mit hohem Suchtfaktor)

Als sich vor ein paar Tagen durch meine Facebook Timeline vermehrt das immer gleiche App-Logo mit dem Hinweis „ich spiele jetzt… wer traut sich?“ schob, schwante mir schon böses.  Quizduell heißt die App. Ich dachte mir gleich, davon hälst du dich mal besser fern. Quiz-Spiele sind ja so eher nicht meins und es lag auf der Hand, dass dieses Spiel vermutlich eine große Social-Media-Komponente hat – play against your friends – und dass sich daraus vermutlich ein riesen Zeitfresser entwickelt.

Quizduell - App mit Suchtfaktor

Gestern Nachmittag, kurz vor dem Start ins Wochenende erblickte ich dann im Büro einige Kollegen, die phasenweise immer wieder auf ihr Smartphone starrten und hier und da klickten. Zudem schaute der eine zum anderen rüber, wie dieser angestrengt nachdenkend ebenso starrt und klickt.

An dieser Stelle gibt es dann eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Wegrennen und ganz schnell vergessen, was man gesehen hat, oder die verfängliche Frage stellen: „Was machst denn da…?“ – Booom! Zu spät. Installiert, Facebook connected, erster vorsichtiger Test… einige Stunden und Duell-Runden später – inzwischen zu Hause –  feststellen, dass man infiziert ist.

Die Idee dahinter


Die Idee des Spiels ist eher simpel, aber nicht weniger süchtig machend: In kurzen Duellen tritt jeder Nutzer gegen einen beliebigen Kontrahenten an und kann sein Wissen mit diesem Messen. Die Gegner können zufällig aus allen Spielern gewählt werden, dazu klickt man auf das Würfel Symbol, oder man tritt gegen einen Facebook-Kontakt an. Sechs Runden mit je drei Fragen und je vier Antwortmöglichkeiten werden gespielt. Der Gewinner muss logischerweise die meisten Fragen richtig beantwortet haben, je richtiger Antwort gibt es einen Punkt. Es kann jederzeit und an jedem Ort gespielt werden – sofern ein Smartphone oder Tablet mit Internetempfang verfügbar ist. Fragen können auch von Spielern eingereicht werden, was zumindest theoretisch die Fragen aktuell halten sollte.

Zeitfresser Quizduell aus dem Hause FEOMEDIA

Im Grunde genommen ist Quizduell eine mobile Trivial Pursuit Version, erweitert um eine ausgeprägte Social Media Komponente. Das Spannende ist zum einen, ob man selbst die Fragen tatsächlich beantworten kann und, was der Gegener denn so weiß. Letzteres ist vor allem dann sehr interessant, wenn man den Gegenspieler kennt. Menschen sind nun mal primitiv, jeder will doch besser sein als der andere.

Quizduell – auch bald im Fernsehen?

Das Spiel aus dem Hause FEOMedia, einem sehr jungen und sehr kleinen Startup aus Schweden, ist so erfolgreich, dass laut Unternehmensblog zur Zeit so ungefähr 700.000 neue Spieler am Tag hinzukommen. Allein in Deutschland, der Schweiz und in Österreich sind bereits weit über 5 Millionen Quizduell-Freunde infiziert.  Nimmt man die Zeit, die allein Spieler in Deutschland bisher gespielt haben zusammen kommt man auf 2192 Jahre. Eine Spielrunde dauert dabei in der Regel etwa 2 Minuten.

Dieser Erfolg bleibt natürlich nicht unentdeckt. Laut Handelsblatt sind einige Medienkonzerne bereits dran. Es sollen ein Buch mit Fragen und witzigen Anekdoten rund um das „Quizduell“ in Planung sein. Das Spiel könnte sogar alsbald auch ins Fernsehen kommen und gar zu einem „Wer wird Millionär“-Konkurrenten werden. Eine skandinavische  TV-Produktionsfirma soll  einen Lizenzvertrag mit FEOMedia abgeschlossen haben.  Die Produktionsfirma hat unter anderem auch Formate wie das Dschungel-Camp im Portfolio. Ihr wißt schon – „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Quizduell
Quizduell
Entwickler: FEO Media
Preis: Kostenlos+

 

Wer einsteigen will findet in den Play-Stores jeweils eine iOS- und eine Android-Version vom Quizduell. Aber seit gewarnt! Steckt euch lieber nicht an! Es wird definitiv zur Sucht!

Viel Spaß!

Nun, da kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Wenn es „nur“ um Viren geht, dann braucht man wohl heute noch nicht unbedingt einen Virenscanner für das Handy. Zumindest dann nicht, wenn man nur Apps aus dem jeweils offiziellen App-Store oder Market installiert und im Fall von Android mit dem nötigen Grips auf die Rechtefreigaben, die von Apps gefordert werden achtet. Dies gilt meines Erachtens auch aktuell noch, obwohl Teltarif gerade berichtete, dass es bei Handyviren einen Anstieg um 155% von 2010 auf 2011 gab. Es sollen 28.500 aktive Viren sein. Ein Tropfen auf den heissen Stein, wenn man dies mit PC-Viren vegleicht. Die Sorge ist jedoch berechtigt, vor allem dann, wenn man viel herum experimentiert, ein gerootete Handy nutzt, Apps aus fremden, nicht offiziellen Quellen installiert und bei den Rechtefreigaben auch mal ein Auge zudrückt. Ihr wißt schon, wer sich in Gefahr begibt…

Warum sollte man aber vielleicht mal überlegen eine komplette Security-Suite zu nutzen? Dafür gibt es einige Gründe. Diese Apps sind wesentlich umfangreicher, als einfache Virenscanner. Es gibt zusätzlich zum Scanner, Backup-Lösungen, die Bilder, Dateien etc. in der Cloud sichern (meist gegen zusätzliche Gebühr), die das Handy „wipen“ – also Löschen –  wenn man einen Befehl z.B. per SMS an das gestohlene Handy sendet, oder es auf die Entfernung sperrt. Zudem haben die meisten Lösungen auch einen Dienst mit an Board, der das Handy orten kann, sofern es eingeschaltet ist, Netzempfang hat und per GPS seine Position übermitteln kann.

Gerade der Ortungsdienst ist interessant, wenn man sich die folgende Infografik ansieht. Es gehen offensichtlich sehr, sehr viele Handys einfach so verloren. Vor einiger Zeit hatte ich hier auch schon mal zu Plan B für Android etwas geschrieben. Plan B ist eine kostenlose App, die ausschließlich auf die Ortung des Handys ausgelegt ist. Sie kommt aus dem Hause Lookout, wo auch eine komplett kostenlose Securityapp entwickelt wurde. Meines Wissens sind beide auch als iPhone-App verfügbar. Wer eine Profilösung möchte, sollte sich mal die von Symantec anschauen.

Die Welt der verlorenen Smartphones

via: The World of Lost Smartphones 

Die Geschichte der Tablets und Pad-PC – iPad oder was?

März 22nd, 2012 | Posted by Mathias in Android - (Kommentare deaktiviert für Die Geschichte der Tablets und Pad-PC – iPad oder was?)

Sascha Pallenberg hat auf de diesjährigen Droidcon in Berlin die Abschluß-Keynote gehalten und einige interessante Punkte über die Entwicklung und Gechichte der Tablets erörtert und den Blick in die Zukunft gewagt: Android wird den Markt aufräumen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem das folgende Zitat von Steve Jobs, dem verstorbenen Apple Gründer:

„We have always been shameless about stealing great ideas“ – Steve Jobs

Kann man sich ja mal im Zusammenhang mit den Patentstreitigkeiten, die mich ohne Ende nerven, egal von welcher Seite die Klagen kommen, auf der Zunge zergehen lassen. Gerade die Apple-Fanboys, die meinen Apple und Steve Jobs hätten selbst all die tollen Designs und Produkte erfunden sollten sich die halbe Stunde Zeit nehmen, die Keynote vom Sascha anzusehen. Sicher erhellend für den ein oder anderen…

Nicht alles was Sascha hier sagt, findet meine volle Zustimmung, aber der Großteil hat Hand und Fuß. Zudem glaube ich auch, dass Android in den kommenden Jahren, den Markt bestimmen wird.

Was meint ihr?

Google startet „Google Play“, aber doch nicht so richtig

März 7th, 2012 | Posted by Mathias in Android | Apps | Cloud-Computing | E-Books | Film | Fun | Google | Musik | Recht | Videos - (Kommentare deaktiviert für Google startet „Google Play“, aber doch nicht so richtig)

Gestern Abend schrieb Google in seinem Blog „Introducing Google Play: All your entertainment, anywhere you go“ und auch Rowi und Caschy gaben bereits kurz darüber berichtet. Google verschmilzt also die Dienste Android Market, Google Music, Books und Videos zu einer Plattform mit dem neuen Namen Google Play.

Überraschend ist die Zusammenführung der Dienste nicht. Dies war der nächste logische Schritt. Es hat eben keinen Sinn, diese doch sehr nah beieinander liegenden Dienste separat zu halten, mit eigenen Startseiten und Profilen. So fügt sich alles schön übersichtlich in einer cloud-basierten Weboberfläche zusammen und steht zudem auf allen angeschlossenen Geräten – Handy, PC, Tablet, Netbook / Chromebook – zur Verfügung.

Google hat also nun auch sein eigenes iTunes. Nur eben nicht so starr software-basiert, sondern schön simple in einer Online-Oberfläche, auf die von überall her Zugriff besteht, wo ein Internet zur Verfügung steht.

Was genau kann Google Play?

With Google Play you can:

  • Store up to 20,000 songs for free and buy millions of new tracks
  • Download more than 450,000 Android apps and games
  • Browse the world’s largest selection of eBooks
  • Rent thousands of your favorite movies, including new releases and HD titles

Das klingt alles in allem natürlich erst einmal unheimlich spannend und das ist es auch. Es gibt allerdings einen Haken. Zur Zeit können wir innerhalb Deutschlands leider diese Dienste nicht komplett nutzen. Einzig und allein auf die Android Apps haben wir Zugriff. Warum das so ist, kann sich vermutlich jeder selbst überlegen. Rechteinhaber und GEZ und Co stehen, wie immer, einer Nutzung solcher Dienste ablehnend gegenüber.

Die Änderung des Urheberrchtes und vor allem eine Anpassung der überalterten Geschäftsmodelle der Musik-, Film- und Inhalteindustrie sind überfällig. Aus welchem Grund laufen Filme z.B. immer zunächst nur in den USA an und nicht gleich weltweit am gleichen Tag?

Vermutlich hat Kim Dotcom Kimble Schmitz sogar Recht, wenn er sagt, dass es nur aus diesem Grund Produktpiraterie im Internet gibt.

Zumindest hat Google Play auch für uns in good old Germany doch noch etwas Gutes: Es gibt einige kostenpflichtige Top-Apps gerade zum Sonderpreis.

Profi Navigations-Lösung für LKW, Bus und Wohnmobil: Becker Transit 50

Dezember 4th, 2011 | Posted by Mathias in Android | Apps | Gadgets | GPS | Handy | mobile Navigation | Mobilfunk - (Kommentare deaktiviert für Profi Navigations-Lösung für LKW, Bus und Wohnmobil: Becker Transit 50)

Wer ab und an mit dem Auto unterwegs ist und an fremde Orte fährt, ist in der Regel froh, ein Navigationsgerät dabei zu haben. Zum ein enfällt dann die elende Sucherei nach der richtigen Straße und Hausnummer weg, zum anderen kommt man doch wesentlich bequemer und entspannter an sein Ziel.

Derzeit kämpfen scheinbar die Navigations-Geräte und die Navi-Lösungen auf Smartphones um Vorherrschaft. Und die Lösungen auf den Handys sind wirklich gut und bieten eine Vielzahl an Zusatzoptionen. Dummerweise haben die Smartphone-Navi-Lösungen jedoch ein großes Manko. Navigation auf dem Smartphone braucht eine Menge Energie. Wer mit dem iPhone oder dem Android Handy navigiert, der muss schon einen KFZ-Ladekabel anschließen, denn sonst kommt man gegebenenfalls nicht an sein Ziel, oder der Akku des Handys macht kurz nach der Ankunft schwach. Für kurze Strecken ist ein Smartphone sicher ein gute Lösung; für Langstrecken dann aber eher ungeeignet.

Auch für den professionellen Einsatz sind Smartphone-Navi-Lösungen ungeeignet. Wer sehr viel auf den Straßen unterwegs ist, sollte auf einen PNA, den Personal Navigation Agent, setzen. Und wer mit einem Bus, LKW oder einem Wohnmobil unterwegs ist, der tut gut daran, auf ein speziell für diese Einsatzzwecke geeignetes Navigations-Gerät zu setzen.

Traditionsmarke Becker hat ein neues Gerät aufgelegt, das in diese Nische passt. Das Premium-Model Becker Transit 50 bietet optimierte Routenführung mit Truck & Camper Navigation. Das Navigationsgerät ermöglicht es zu diesem Zweck, speziell auf den eigenen Fahrzeugtyp zugeschnittene Fahrzeugprofile zu hinterlegen und Informationen wie Fahrzeugabmessungen, geladene Fracht sowie Gewicht und etwaige Anhänger einzugeben. So werden während der Fahrt stets aktuelle, für den eigenen Fahrzeugtyp relevante Durchfahrtsbeschränkungen oder -verbote ermittelt und dem Fahrer umgehend in Form von Warnhinweisen präsentiert.

Ein paar technische Daten:

  • Extra großes 5’’(12,7 cm) Display mit reflektionsarmen Touchscreen im 16:9 Format
  • Aktuelles Kartenmaterial für 44 Länder Europas, davon 29 Länder mit Truck & Camper spezifischen
  • Straßeninformationen, vorinstalliert auf 4 GB Flash-Speicher
  •  Eingebauter, ultraschneller HQ TMC® Verkehrsfunkempfänger zur Stauumfahrung inkl. Premium-TMC
  • Eingebaute Bluetooth® Freisprecheinrichtung für sicheres Telefonieren während der Fahrt
  • Adaptives Text-to-Speech inkl. Ansage von TMC-Meldungen
  • Optimierte Routenführung für LKWs, Busse und Wohnmobile mit und ohne Anhänger
  • Anzeige von Beschränkungen wie Höhe, Breite, Länge, Gewicht und LKW-Durchfahrtsverboten sowie Umweltzonen.
  • Becker SituationScan bietet ein Paket intelligenter Assistenzfunktionen, welche den Fahrer abhängig von Routenfortschritt und tatsächlicher Fahrsituation mit hilfreichen Informationen und Tipps unterstützen
  • Becker OneShot Sprachsteuerung zur Eingabe von Navigationszielen mit nur einem Sprachkommando
  • Becker EasyClick Aktivhalter zur bequemen Installation oder Entnahme des Gerätes
  • Anzeige von Landschaften, Höhenprofilen und markanten Gebäuden in echter 3D Ansicht
  • Eingebauter Geschwindigkeitswarner; Blitzerwarner vorbereitet
  • Neue Becker Content Manager Software zur bequemen Konfiguration des Gerätes am PC sowie zum Einkauf von zusätzlichem Kartenmaterial und sonstigen Extras
  • INKLUSIVE kostenlosem Online-Update auf das aktuellste Kartenmaterial
  • INKLUSIVE Rabatt auf das Karten-Abonnement für Europa

Zwei Aspekte sind noch erwähnenswert:  Zum einen kann das Becker Transit 50 als Bluetooth Freisprech-Anlage für Mobilfunkgespräche genutzt werden. Ob dies tatsächlich gut funktioniert, kann nur ein Test zeigen. Den wer bereits einmal eine Freisprech-Einrichtung per Bluetooth genutzt hat, der weiß, dass die Gespräche zu weilen anstregend werden können, wenn der Gesprächspartner einen nicht richtig verstehen kann. Zum anderen bietet das Gerät Kartenmaterial von 44 europäischen Ländern, von denen 29 bereits Daten zu spezifischen Straßensituationen für LKW und Camper enthalten. Auch hier kann nur ein Test zeigen, ob das Becker hält, was es verspricht. Für einen Preis von 299€ kann man dies jedoch voraussetzen. Das Becker Transit 50 kommt Mitte Dezember auf den Markt.

Bilder mit freundlicher Genehmigung der United Navigation GmbH