Google geht gegen aufdringliche App Werbung vor

August 2nd, 2012 | Posted by Mathias in Android | Apps | Google | Recht | Werbung - (Kommentare deaktiviert für Google geht gegen aufdringliche App Werbung vor)


Google ändert endlich die Developer Policies für Android Apps und geht so auch gegen ungewünschte Werbung vor. Android Police hat die Mail seitens Google an die Entwickler im Wortlaut veröffenlicht. Danach dürfen ab sofort keine Icons oder Meldungen mehr genutzt werden, die denen von System Apps ähnlich sehen. Dies ist vor allem gegen einige Werbeformen gerichtet, die den Nutzer von einigen kostenlosen Apps ganz schön nerven können. Im Beitrag Airpush-Ads: Das kleine grüne Plus in der Android Statusleiste hatte ich beschrieben, was dies für Werbung ist und wie man dieses lästige Zeug loswird. Natürlich sollen App-Entwickler auch Geld verdienen. Für gute Apps gebe ich auch gern was aus, oder ertrage In-App-Ads. Aber Werbung die in der Systemleiste erscheint, geht eben einfach gar nicht.

Ebenso stellt Google klar, dass Apps keine Daten des Nutzer mehr, ohne dessen ausdrückliche Zustimmung erheben und nach Hause senden dürfen.

Alle Änderungen der Developer Policy finden sich bei Google Play. Die beiden genannten sind für mich jedoch zunächst mal die wesentlichen.

Das Nexus 7 Tablet von Google ist sicher eines der interessanten Tablets, die nicht aus dem Hause Apple kommen. Tests zum Gerät inkl. Unpacking Videos und Co. kann man bei Netbooknews ansehen. Die Tests sprechen für sich. Ich muss sagen, so eins würde ich mir auch zu legen – und das obwohl ich eigentlich immer eher zurückhaltend war, was Tablets betrift. Aber nachdem ich vor einigen Wochen schon das Huawei Mediapad testen konnte, hat sich das ein wenig geändert. Wer nur konsumieren will und ein wenig Facebook, Twitter und Co mit Updates befeuern will, der hat mit dem Huawei oder dem Nexus ein gutes Gerät. Auch Video, Filme und Musik lassen sich bestens konsumieren.

Google rührt nun ordentlich die Werbetrommel für das Nexus 7, unter anderem mit dem folgenden Video, wo Vater und Sohn auf  „großer Campingtour“ immer mal wieder das Tablet aus dem Rucksack zaubern:

http://www.youtube.com/watch?v=qqiSE-ukmgc

Im heimischen Garten, wo die beiden ihr Abenteuer begehen, wird wohl das heimische WLAN ausreichend genug sein, um das Tablet zu nutzen. Wer dann auf größerer Campingtour ist, der benötigt wohl einen mobilen UMTS-WLAN -Router oder ein Handy das Tethering beherrscht.

Über Lookout habe ich vor einiger Zeit schon einmal geschrieben. Damals ging es um Jon Barrow, der sein Handy in einem Taxi am Flughafen in San Diego verloren hatte. In dem Beitrag Rette Dein Android Handy mit Plan B schrieb ich über die Android Software Plan B von Lookout Security. Plan B lässt sich über den Android Market im Web nachträglich auf das Handy installieren. So kann das Handy über die Software dann lokalisiert werden, sofern es eingeschaltet ist.

Hier soll es aber nicht um Plan B gehen, sondern um die kostenloses Variante der Lookout Mobile Security Suite

 

Die Lookout Security & Antivirus Suite gilt zur Zeit als die Nummer 1 unter den Sicherheitslösungen für Android. Bestätigen kann ich dies nicht. Nicht, weil es nicht vielleicht sogar so wäre, sondern, weil ich einfach noch genügend andere Security Lösung für Android getestet habe. Neben Mc Affee, Norton und Kasperky gefällt mir Lookout bisher einfach am Besten, da es sich gut integriert und, im Hintergrund still seine Arbeit.

Neben der bereits bekannten Lokalisierung von Plan B, die hier natürlich ebenfalls integriert ist, wird jede neue App, die der Nutzer sich installiert, bereits während der Installation überprüft, je nach Einstellung wird das gesamte Handy regelmäßig im Hintergrund gescannt und zusätzlich besteht die Möglichkeit per Backup die Kontakte bei Lookout im eigenen Account, der extra aktiviert werden kann, zu sichern. Dies ist bereits in der kostenfreien Version der Software möglich.

Wer bereit ist entweder 2,49€ im Monat, oder 24,95€ im Jahr zu berappen, der bekommt noch einige Optionen mehr.  Dazu gehört neben Safe Browsing, der automatische Schutz vor Malware- und Phishing-Seiten, das Locken, des Handys bei Verlust, das Wipen (Löschen) aller Geräte-Daten bei Verlust, verbesserter Support, erweiterte Backup-Optionen um Bilder und Call-Daten, sowie die Übertragung der Backups auf ein neues Telefon.

Ehrlich gesagt war ich lange der Meinung, dass eine Sicherheitslösung auf dem Handy, wie man sie von dem PC kennt, überflüssig ist. Zum Teil ist das auch heute noch so. Wer ein Auge darauf hat, von wo her er Apps installiert, genau hinsieht, welche Rechte die installierten Apps einfordern und nicht jede x-beliebige kostenlose App herunterlädt, dürfte vor Spam und Malware weitestgehend sicher sein. Wer jedoch unterschiedliche Quellen nutzt, für den könnte der regelmäßige Scan ein deutlicher Vorteil sein. Hinzukommt, dass die Suiten weitere Optionen bieten, wie das Wipen, Locken, die Ortung oder regelmäßige automatisierte Backups.

Wer nun meint, das sei alles Humbug und mobile Security sei überflüssig, dem möchte ich deutlich widersprechen. Gerade erst im Dezember machte das Thema RuFraud die Runde. Hierbei handelte es sich um Fraud, also Missbrauch, der über Android Apps lief. Es gab etwa 20 bis 25 Apps, die dem Nutzer eine jeweils kostenlose Version einer bekannten App vorgaukelten. Nutzer die diese Apps installierten fingen sich Malware ein, die ohne weiteres Zutun im Hintergrund unbemerkt SMS an Premium Nummern aussendeten.

Betroffenen waren Kunden in Europa, auch Deutschland, Russland und einige andere Länder. Die USA waren hier nicht betroffen. Lookout erkennt solche Apps sehr frühzeitig, zumindest war es im konkreten Fall so. Wie hoch der Schaden ist/war und wie viele Kunden betroffen sind  ist ebenfalls noch unklar. Inzwischen wurden jedoch die Apps vom Market genommen, so dass zumindest hier kein weiterer Schaden enstehen kann. Da die betroffenen Premium-SMS-Kurzwahlen bekannt sind, lässt sich auch hier noch etwas tun.

Insofern haben Security Lösungen inzwischen auf heutigen Smartphones und auch auf Tablets schon einen Sinn. Probiert es einfach einmal aus, spielt ein wenig mit der Ortung herum und testet die Backup Funktionen. Mir gefällt Lookout sehr gut.

Ein Hinweis für die iPhone und iPad Nutzer: Lookout Mobile Security gibt es im Übrigen auch für Apple iOS

Aktuell gibt es über 200 Millionen vermarktete Android Handys. Wie man hört, habe Googles Betriebsystem damit Apple mit seinem iOS deutlich eingeholt. Zurzeit werden derzeit täglich 550.000 Android-Geräte weltweit aktiviert.

Seit der Aktivierung des ersten Android Handys, muss zudem jeder Android Nutzer beim ersten Start des Gerätes einen Google-Account angeben. Ohne diesen ist es kaum möglich sinnvoll einem Androiden zu nutzen. Schon der Zugriff auf den Android App Market, bleibt dem Nutzer ohne einen solchen Account verwehrt. Der Nutzer kann so lediglich in alternativen App-Märkten Software für sein Handy herunterladen, sofern alternative App Quellen aktiviert werden.

Man kann also davon ausgehen, dass es auch annähernd viele zusätzliche Google Accounts gibt, seitem das Betriebsystem zum Einsatz kommt. Spannend ist, dass Google mit der neuesten Betriebssystem Version Ice Cream Sandwich anbietet, gleich bei Googles sozialem Netzwerk Google Plus Mitglied zu werden und zeitgleich nach Kreditkarten-Daten fragt, wie Techcrunch berichtete:

One seemingly minor change that Google has introduced in the new version of Android, Ice Cream Sandwich, could actually have just as large an impact on the company as the various UI tweaks: anyone who enters their Google account credentials into the phone (which means, just about everyone) will be prompted to sign up for Google+. And they’ll also be prompted to enter their credit card information for purchases in Android Market.

Dies sind zwei höchst interessante Aspekte. Google schafft es mit diesem konsequenten Vorgehen immer mehr Menschen in das Google Öko-System zu ziehen und weitere Nutzer für Google Plus zu finden. Natürlich muss Google dabei auch sicherstellen, dass die neuen Google Plus Nutzer nicht nur mit dem Handy dort unterwegs sind. Es ist auch enorm wichtig für die Platform, die neuen Nutzer auf dem großen Bildschirmen zu erreichen. Dies sollte jedoch keine zu große Herausforderung werden, denn an sich gibt es keinen Unterschied zwischen mobilem Internet und dem „stationärem“ Internet. Es ist immer das gleiche Internet, nur Zugangsweg und ab und an die Darstelung der Inhalte sind anders.

Der zweite Aspekt ist die Abfrage nach Kreditkarten Daten. Auf den ersten Blick ist auch dies konsequent. Zumindest in Nordamerika ist die Verbreitung von Kreditkarten sehr hoch und die Bereitschaft diese Daten zu hinterlegen, um via Google Checkout Apps im Android Market zu erweben dürfte ebenfalls höher sein als bei uns. In Europa ist die Verbreitung von Kreditkarten weniger hoch und vor allem stellt die Hinterlegung dieser Daten bei vielen Inhabern von Kreditkarten eine enorme Hürde dar. Google wird damit also eher weniger erfolgreich sein, als mit der Google Plus Integration.

Doch Google soll Gerüchten zufolge auch an der Integration von Paypal als Abrechnungssystem in Android arbeiten und ausserdem gibt es bei Google das Bestreben, die Abrechnung von App-Käufen direkt über die Handyrechnung  großflächig umzusetzen. Wenn dem Kunden im Aktivierungsflow die Wahl gelassen wird zwischen den jeweils verfügbaren Systemen zu wählen, dürfte der Erfolg um ein Vielfaches größer sein, an Daten zur Abrechnung von Diensten heranzukommen.

Am erfolgreichsten dürfte m.E. jedoch die Alternative des mobile Payments sein, also die Abrechnung von App-Käufen und Diensten direkt über die Handyrechnung. Es hat sich gezeigt, dass die Conversion Rates hier um ein Vielfaches höher sind, als bei Abrechung über Kreditkarten, Paypal und andere Zahlungssysteme. Der Vorteil des mobile Payment liegt vor allem beim Nutzer, denn er ist nicht gezwungen seine Konto- oder Abrechnungs Daten bei einem weiteren Anbieter zu hinterlegen. Die Abrechnung erfolgt einfach über die Telefonnumer des Mobilfunkanschlusses. Der Provider zieht das Geld für den Kauf einfach mit der Handyrechnung ein und leitet den Betrag an Google weiter. Zudem ist diese Zahlungsart für den Kunden sicher, denn der Kauf einer App im Market kann zum einen per PIN-Eingabe geschützt werden, zum anderen wird der Käufer sehr klar über kostenpflichtige Apps informiert. Nach dem Kauf bekommt der Kunde auf seinen Google-Mail-Account zudem entsprechende Bestätigungsmails über den Kauf.

200 Millionen Android Aktivierungen [Video]

November 18th, 2011 | Posted by Mathias in Android | Google | mobile internet | Mobilfunk - (Kommentare deaktiviert für 200 Millionen Android Aktivierungen [Video])

Im Zuge des Google Music-Events wurden aktuelle Zahlen zu Aktivierungen von Android-Smartphones bekannt gegeben. Im folgenden Video wird die Erfolgsgeschichte auf nette Art kurz visuell zusammengefasst.

Ich denke dazu muß man nicht viel mehr sagen: Hut ab Google!