Wie mir die Bahn mein letztes Stündlein verkünden wollte…

Januar 11th, 2012 | Posted by Mathias in Android | Apps | E-Books | Kindle | Lesestoff | mobile internet | Mobilfunk | Musik - (Kommentare deaktiviert für Wie mir die Bahn mein letztes Stündlein verkünden wollte…)

DresdenGestern hatte ich das Vergnügen einer Bahnreise. Im Auftrag des Brötchengebers war ich in Berlin, Businesskasper-Style –  Naja, nicht ganz, aber so ähnlich 😉

Wer auf dem Land wohnt, muss zunächst mal zum Bahnhof. Ich entschied mich für den in Kiel, da man von dort aus ohne Umstieg und langweilige Zwischenaufenthalte auf zugigen Bahnhöfen in unter drei Stunden in Berlin aufschlägt, zzgl. Anreise zum Bahnhof natürlich. Die Bahnreise selbst entpuppte sich als entsprechend bequem, zumal die Bahn tatsächlich ohne Verspätung durchrauschte und am heimeligen Bahnhof in der Landeshauptstadt, kurz vor Kanzlerins Schloss einfuhr. Ok, das mit den verschlossenen Restrooms lasse ich an dieser Stelle mal aus… Doch was macht man knapp drei Stunden in der Bahn? Auf der Hinfahrt hatten wir den Vierertisch, iPads mit lustigen Gesellschaftsspielen und  im Hinblick auf den Termin auch noch ein wenig Abstimmungsbedarf. Die Zeit verging also, wie im Flug Zug.

Nach einem guten Meeting, kam was schließlich kommen musste: Die Heimfahrt! Diesmal kein Vierertisch, nur den mobilen UMTS WLAN Router, der zumindest die zwei verfügbaren iPads zusammenschalten konnte, um ein paar Runden irgendeines Rennspieles gegeneinander zu daddeln. Das war dann aber auch alsbald langweilig und irgendwie fehlte mir persönlich die News-Versorgung. Kollege A guckte Filme auf dem iPad, Kollege B tat es ihm gleich, schlief jedoch dabei ein, Kollegin C strickte fröhlich an ihrem Schal und lauschte ihrer Playlist.

Und ich so: Androide raus, MP3 Playlist in PowerAmp starten, GoogleReaderApp starten und die Freuden der Newsversorgung genießen… Mööööp! Ich blickte auf – die Info-Anzeige im ICE Leipzig-Kiel (via Berlin) wechselte gerade von der Geschwindigkeitsanzeige, die eben noch 231 km/h anzeigte, zur natürlich rein sachlichen Information über die gastronomischen Freuden des Boardresturants –  hatte ich nicht eben noch, beim Check in der Offline-App der Bahn (Totholzversion der FahrplanApp) gesehen, dass der Zug einen Mobilfunkrepeater zur Verstärkung des Mobilfunksignals installiert habe? Kurzes Nachdenken… Man kann nur etwas verstärken, wenn es zumindest ein wenig vorhanden ist..!

Welchen Grund kann es haben, dass in der heutigen Zeit, auf einer der vermutlich meist frequentiertesten Strecken der Bahn von Hamburg nach Berlin (und zurück) kein Mobilfunk-Empfang zu bekommen ist?!? Ein wenig GPRS hätte mir für ein paar News-Feeds ja schon gereicht? Aber nein… Der direkte Zugriff auf aktuellste Informationen aus der Welt des aktuellen Zeitgeschehens, der Wirtschaft und Politik, der Technik-News blieb mir – trotz intensiver Versuche dem Handy durch Hochhalten am langen Arm, drehen und Wenden des mobilen Routers und einiger anderer seltsamer Verrenkungen – verwehrt. Das einzige was es mir einbrachte waren teils verwirrte, teils leicht süffisant lächelnde und wissende Blicke meiner Mitreisenden auf den Nachbarsitzen.

Mir blieb folglich nichts anderes übrig der Musik zu lauschen, die Kindle-App auf dem Androiden zu starten und der Lektüre von Matthias Sachaus „Linksaufsteher“ zu fröhnen. Keine News. Nur Belletristik.

Als dann kurz vor Einfahrt in den Kieler Bahnhof die freundliche Stimme aus dem Off, nicht nur das Ende unsere Bahnreise ankündigte, sondern auch alle Fahrgäste aufforderte an der Endstation bitte den Zug zu verlassen  – erst zu deutsch, dann in der zunächst vermeindlich üblichen Übersetzung ins Englische – wollte ich schon entnervt mitsprechen mit den Worten  „Senk ju vor träwelling!“, doch diese Worte sollten mir direkt im Hals stecken bleiben. Stattdessen blickte ich in die ebenfalls weit aufgerissenen Augen meiner ihre Habseligkeiten einpackenden Kollegen, die ebenso verwundert vernahmen, was  ich vernahm: „This is your Final Destination!“

Hatte sie –  ja, es war eine Sie –  hatte sie das jetzt echt gesagt? Haben die den Text geändert? War die Dame in ihrem früheren Leben Wahrsagerin, oder hatte sie schlicht zu viele schlechte Filme gesehen?  Sollte tatsächlich mein letztes Stündlein geschlagen haben, ohne dass ich auch nur die geringste Kleinigkeit vom aktuellen Tagesgeschehen habe vernehmen dürfen – ohne News, ohne Feeds, ohne eine einzige Nachricht???

Creative Commons License photo credit: Bert Kaufmann

Die Geschichte von HTC, Touch, dem iPAQ und UMTS

November 26th, 2011 | Posted by Mathias in Android | E-Mail | Erinnerungen | Fundstücke | Gadgets | job | Mobilfunk | WLAN - (Kommentare deaktiviert für Die Geschichte von HTC, Touch, dem iPAQ und UMTS)

Wer sich schon immer mal gefragt hat, wo der Smartphone-Hersteller HTC eigentlich her kommt und wie sie so schnell zu einem der führenden Smartphone-Hersteller werden konnten, der sollte sich mal das folgende Video ansehen.

 

 

Ein spannendes Detail am Rande dürfte sein, dass HTC seit dem Jahre 2000 die Compaq  iPAQ gebaut hat. Einige dieser PDAs habe ich damals selbst rege genutzt. Besonders die „Sleeves“, die man als Erweiterung aufstecken konnte und den iPAQ so mit CF-Slots, PCMCIA-Karten für WLAN und UMTS und vielem mehr erweitern konnte, waren spannend. Denn so hatten wir damals ein Device mit dem man unterwegs ganz passable Mails lesen konnte. Und dies, obwohl die damalige Windows Mobile Variante auf dem Gerät echt Pain in the Ass war. Bis man sich mit den Einstellungen auf dem Gerät angefreundet hatte und alles so eingestellt hatte, wie man es haben wollte, vergingen Tage. Allein per Infrarot über das Handy eine Verbindung per GPRS aufzubauen. Gruselig. Kein Vergleich zu heute! Dennoch war es ein cooles Gadget.

Tja, damals- 2000/2001… Da haben wir noch an einem eigenen UMTS-Netz gearbeitet…

 

 

Hattet ihr auch schon einmal eine seltsame Notification auf euerm Android Handy? Vor einiger Zeit passierte es auf meinem Google Nexus S zum ersten Mal. In der Statusleiste erschien eine Notification, ein kleines grünes Plus-Zeichen wurde angezeigt. Das Öffnen der Notification Bar des Android Handys zeigte mir eine etwas kryptische URL. Mir schwante Böses, doch todesmutig öffnete ich den Link. Weitergeleitet wurde ich auf eine Gewinnspiel-Seite. Wochen-Abo zu je 4,99€. Ok. das lassen wir mal. Einige Tage später, passierte das gleiche noch einmal, allerdings mit einem anderen Ziel – irgendeine kostenpflichtige Spiele-App.

Zum einen finde ich es persönlich unschön auf diese Weise ständig gestört zu werden, zum anderen war aber auch meine Neugier geweckt: was steckt konkret dahinter. Werbung an sich stört mich ja nicht wirklich. Aber auf dem Handy finde ich diese Art der Werbung nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern empfinde sie auch als störend. Das ist ähnlich, wie unverlangt zugestellte Werbe-SMS und erinnert stark an SPAM

Nun gut. Da die URL kam nun nicht in einer SMS daher kam und, obwohl ich qua Beruf mit mobilen Diensten, Apps und mobile Payment zu tun habe, hatte ich hiervon bisher noch nichts gehört. Das lässt man ja ungern auf sich sitzen. Es handelt sich um irgendeine Art Push-Werbung, ich begab mich auf die Suche.

Nach einiger Zeit bin ich auf das hier gestoßen:

http://www.youtube.com/watch?v=bNQbo8Rao08

Für den Entwickler einer App klingt dies im ersten Moment alles höchst interessant, da die Umsätze pro Klick sehr hoch sein sollen und auch die Klickraten insgesamt höher liegen als bei herkömmlichen Bannern innerhalb von  Apps. Allerdings kann das auch ganz schön nach hinten losgehen, wie sich am Beispiel der App APNDroid gezeigt hatte. Mit APNDroid lässt sich auf einfache Weise der APN – also der Internetzugangspunkt – verändern, so dass zeitweise kein Zugang zum mobilen Internet möglich ist. Dies dient vor allem den Kunden, die keine Internetflat gebucht haben. Möchte man wieder ins Netz, genügt ein Klick auf die App, um die Einstellungen wieder herzustellen.

Der Entwickler Martin Adamek hatte ebenfalls auf Airpush gesetzt, in der Folge warf Google die App jedoch aus dem Market, wie Heise berichtete. Es gab schlicht zu viele nehative Bewertungen. Nach Deaktivierung der Airpush Ads, gelang die App wieder in den Market. Inzwischen ist die ehemals kostenlose App jedoch kostenpflichtig.  Auch das ist für mich okay. Eine gute App, die tut was sie soll und verständlich umgesetzt ist, darf auch etwas kosten. Es gibt natürlich kostenlose Alternativen. Diese nutzen dann meist jedoch wieder In-App-Ads zur Monetarisierung.

Problematisch an den Airpush Ads ist jedoch, dass man nicht direkt feststellen kann, welche App für für die Airpush Werbung verantwortlich ist. Der Nutzer einer App, welche Airpush einsetzt, hat zudem keine Wahl sich vor Installation vor Airpush zu schützen. Die einzige Möglichkeit solche Werbung zu verhindern besteht darin sich aktiv bei Airpush per „Opt-Out“ auszutragen. Allerdings bekommt Airpush so deine Daten. Andersherum wäre mir lieber, aber aktiv zustimmen diese Werbung zu erhalten werden wohl die wenigsten. Selbst dann nicht, wenn man dies bei Installation einer App mit Airpush abfragt.

Mir persönlich gefällt der Airpush-Ansatz nicht. Zumal jeder Android-Nutzer automatisch, ohne eigenes Zutun, mit Push-Werbung belästigt wird – zwar immer nur einmal am Tag, wie Airpush mitteilte, aber es stört eben. Deswegen habe ich weitergesucht und schließlich wurde ich bei Rowi nebenan auf dem Standardleitweg in seiner Wöchentlichen Android App Vorstellung – kurz WAAV – fündig.

 

Mit der App Airpush Detector werden alle auf dem Android Handy installierten Apps gescannt. Wird das Airpush Script innerhalb einer App entdeckt, wirft Airpush Detector die betroffenen Apps in Listenform aus. Nun kann der Nutzer entscheiden, ob er die App behalten oder deinstallieren möchte.

Was haltet ihr von Airpush Ads? Hattet ihr bereits Apps, die diese Werbeform nutzen?

 

Neuer Discounter: 1&1 startet Freephone

November 22nd, 2010 | Posted by Mathias in mobile internet | Mobilfunk | News | SMS - (Kommentare deaktiviert für Neuer Discounter: 1&1 startet Freephone)

Glowing PhoneBereits gestern gab es Gerüchte zum Start eines neuen Mobilfunk-Discounters, diesmal aus dem Hause 1&1. Teltarif beleuchtet nun aktuell die Stärken und Schwächen des neuen Freephone-Tarifs.

Positiv anzumerken ist aus meiner Sicht die jeweils geringe Gebühr pro Minute und SMS von 9,9 Cent und die fehlende Grundgebühr. Ebenfalls positiv sind kostenlose Gespräche innerhalb der 1&1 Community, solange sich beide Gesprächspartner in Deutschland aufhalten. Ebenfalls positiv: der Tarif funkt im D-Netz von Vodafone. Dies ist aus meiner Sicht auch der einzige Grund, warum 0,9Cent mehr als im Tarif von Fonic abgerechnet werden. Doch auch dies ist nicht unbedingt ein Rechtfertigungsgrund für die höhere Gebühr. Fonic funkt im O2 Netz und O2 hat in diesem Jahr beim Netz-Test der Connect den zweiten Rang vor der Telekom belegt.

Wer mobil ins Internet gehen möchte  zahlt „günstige“ 19,9 Cent pro Megabyte. Vergleich man dies mit im Markt vorhandenen Tagesflats, ist dies jedoch alles weitere als günstig. Gängige mobile Internet-Tagesflats liegen heute bei eben über 2€, Volumenbegrenzung bei max. 500MB. Freephone deckelt bei 100MB im Monat und schraubt dann auf  GPRS zurück. 20 Euro für 100Mb sind ganz schön happig. Nunja  weitere Tarifinfos gibts bei Teltarif.

Vorteilhaft für 1&1 ist vor allem eins: 1&1 profitiert von der großen Kundenbasis im Konzern und kann so das Produkt sehr gut bei den DSL-Kunden und auch bei GMX- und Web.de-Kunden anpreisen.

Alles in allem ist der Tarif sicherlich rund, solange man nur telefonieren und SMS versenden möchte. Will man auch ins mobile Netz, gibt es bessere Alternativen.

Creative Commons License photo credit: adam & lucy

Banner Surfstick2 250x250 - animiertÜber Fonic habe ich hier schon einige Male berichtet. Vor allem jedoch die Fonic Intenet Tagesflat finde ich persönlich als Tarif, besonders für den Gelegenheitssurfer sehr gut. Es ist zwar ein Produkt eines Mitbewerbers, aber eben ein sehr gutes. Anerkennung darf man auch gern mal zum Ausdruck bringen.

Der Tarif dürfte hinreichend bekannt sein. Wer mit Fonic ins mobile Internet geht zahlt 2,50€ pro Tag und kann in diesem Zeitraum 500MB Datenvolumen verbraten. Danach gehts mit dem Speed runter auf  GPRS. Der Clou jedoch: Fonic deckelt den maximal pro Monat erreichbaren Rechnungsbetrag für das mobile Internet auf 25€. Faktisch zahlt man 10 Tage und surft den Rest des Monats kostenfrei, wenn man denn möchte.

Die Tagesflat kann von jedem Fonic-Kunden gebucht werden, wenn er bereits eine SIM-Karte hat. Wer Kunde werden möchte und noch keinen USB UMTS Datenstick hat, kann diesen ebenfalls erwerben. Jetzt sogar in einer überarbeiteten Version mit bis zu 7,2 Mbit/s. Es handelt sich um den USB-Stick E1750.

Wer jetzt zuschlägt zahlt für den neuen schnelleren Surf Stick 39,95€.