Sensationeller Fund in Füsing: Wikingerstadt ausgegraben betitelte ich einen Beitrag aus dem August des letzten Jahres. Die Aufregung war groß, denn auf einem Feld ganz in der Nähe der Schlei wurden bei Ausgrabungsarbeiten höchst interessante Einblicke in die Wikinger-Siedlung zu Tage gefördert.

Die Ausgrabungsarbeiten wurden von einem Kamerateam begleitet und die Kurz-Reportage wurde nun im Facebook-Kanal der „Entdecker“  mit dem Gruppennamen „Füsing – the Viking Site“ publiziert.

Höchst spannend! Tolle Leute und sensationelle Einblicke in die Welt der Wikinger, die dereinst in Wurfweite zu meinem heutigen Zuhause hier in Schaalby gelebt haben.

Viel Spaß beim schauen!

soweit ich weiß,kommen die Schatzgräber wohl recht bald wieder. Zur Zeit ist das Feld wieder durch den Bauern bestellt worden, aber im kommenden Sommer, nach der Ernte soll die Suche weitergehen. Wie immer eine Frage der Finanzen.

Das war schon in der Tat eine kleine Sensation, als die shz titelte: Füsing Sensation: Wikingerstadt ausgegraben. Die Sensation besteht nun gleich in mehreren Punkten:

  • Wissenschaftler haben in Schaalby im Ortsteil Füsing eine Wikinger-Siedlung aufgespürt
  • Die Siedlung bestand bereits um das Jahr 700 und ist damit älter als das bekannte Haithabu südlich der Schlei
  • Man glaubt dort haben einst etwa 100 „Häuser“ gestanden
  • Es wurde aktuell ein Langhaus markiert und etwa sechs bis sieben Grubenhäuser
  • Die Carlsberg-Stiftung (genau, Calrsberg sind auch die, die das gleichnamige dänische Bier produzieren) finanziert die hiesiegen Ausgrabungen.

Das ist schon spannend. Besonders spannend auch deshalb, weil wir einige Jahre selbst in Füsing gewohnt haben und dort noch heute nahe der Fundstätte regelmäßig am kleinen Strand in Winning baden gehen. Zudem leben meine Schwiegereltern in unserem Nachbardorf Füsing. Also ist die Aufregung natürlich groß.

In der shz heißt es:

Die Wissenschaftler haben eine Siedlung aufgespürt, die bereits um das Jahr 700 bestand und damit ein Jahrhundert älter als Haithabu ist. Mit bis zu 100 Häusern besaß sie zudem eine für die damalige Epoche herausragende Größe. Deutlich kleiner als Haithabu zwar, aber das war seinerzeit auch das Maximum im ganzen Ostseeraum. Und so spricht Dobat denn auch von der bedeutendsten wikingerzeitlichen Ausgrabung in Schleswig-Holstein seit 25 Jahren.Dass sich die bis ums Jahr 1000 bewohnte Fundstätte für Handwerk und Handel eignete, erklärt der Grabungsleiter zum einen mit der Mündung der Füsinger Au. Schiffbar bis nach Mittelangeln, war sie in einer Zeit ohne Chausseen ein bedeutender Transportweg. Außerdem gibt die plateauartige Lage einen weiten, auch strategisch wertvollen Blick auf die Schlei frei: Sumpfgürtel boten zum Landesinneren hin gute Verteidigungsmöglichkeiten.

Wenn man nahe der Fundstätte steht und einmal versucht sich in die damalige Zeit zurück zu versetzen, dann kann man sich sehr gut vorstellen, wie das Leben damals von statten gegangen sein könnte.

Natürlich sind wir bereits vor Ort gewesen, um uns selbst ein Bild von der Lage des Fundortes zu machen. Auf Google Maps habe ich den Fundort einmal markiert. Aber seht selbst, zoomt auch einfach mal raus:

Ausgrabungsstätte Füsing auf einer größeren Karte anzeigen

Schließlich füge ich mal einige relativ unspektakuläre Fotos ein:

Das Betreten der Fundstelle ist selbstverständlich verboten, wie auf dem letzten Bild nachzulesen. Es werden aber unter der Woche Führungen auf der Ausgrabungsstätte angeboten. Von Montags bis Donnerstags ab 16:30 Uhr finden diese statt. Ausserhalb dieser Zeit sollte man bitte nicht auf das Gelände gehen und die Arbeit der Wissenschaftler respektieren.

Klickt Euch auch ruhig mal durch die einzelnen Links hier im Artikel. Viele führen natürlich zu Wikipedia mit weiterführenden Informationen.

Schneetief Daisy sorgt für Unruhe in Schaalby

Januar 10th, 2010 | Posted by Mathias in Erinnerungen | News | Schaalby | Schlei | Schleswig-Holstein - (Kommentare deaktiviert für Schneetief Daisy sorgt für Unruhe in Schaalby)

Es gab im Vorwege viele Warnungen und es wurde zu Hamsterkäufen geraten, um bei einer möglichen Schneekatastrophe alles im Haus zu haben. Gut Hamster haben wir auch nicht gekauft und wir haben uns von der Panikmache auch nicht anstecken lassen, aber das Schneetief „Daisy“ hat uns trotzdem bis jetzt einige unruhige Stunden beschert.

Einige Straßen, vor allem Nebenstraßen waren bereits gestern Abend unpassierbar. Dies mußte auch meine Frau erfahren, als sie nach dem Spätdienst aus Richtung Ostsebad Damp kommend, diverse Umwege in Kauf nehmen mußte. Auf der Strecke: Mehrere Unfälle, hohe und unpassierbare Schneewehen und kein Winterdienst weit und breit.

Wir waren heute mal draußen unterwegs, um ein paar Fotos zu machen. Als Kind habe ich die Schneekatastrophe 78/79 erlebt und ich muß sagen, dass es mit Daisy nicht annähernd so schlimm ist. Dennoch sind Daisy´s  (Link zu Google News) Wetterkapriolen beeindruckend. Bei uns sind auch jetzt über Tag, nachdem der Winterdienst schon einige Male durch ist (und die sind mit allem unterwegs, was den Schnee an die Seite schiebt) noch viele Straßen unpassierbar. Verrückt daran ist, dass es kaum Neuschnee gegeben hat. Die Schneewehen bestehen überwiegend aus altem, losen Schnee, den der Wind mit Windstärken zwichen BFT 7 un BFT 10 von den Feldern herüber bläst. Deshalb sehen die Schneewehen auch alle etwas schmutzig aus.

Was mich aber im Besondern beeindruckt ist die Wassermenge, die der steife Ostwind in die Schlei gedrückt hat. Unsere Auwiesen, auf denen ich normalerweise auch gerne einmal mit dem Hund spazieren gehe, sind komplett abgesoffen. Die Wasserhöhe beträgt dort etwa 1,50m über dem Boden. An den Strand unten an der Schlei in Winnigmay kommt man schon  gar nicht mehr heran, da auch dort der Parkplatz unter Wasser steht. Schlimm ist, dass auch die Ferienhäuser dort unten mal wieder in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Sicherlich ist das Tief Daisy, das mich immer an Donald Ducks Flamme erinnert, nicht überall so heftig aufgetreten. Vor allem in Städten und Großstädten dürfte man wohl wenig bis gar nichts von ihr mitbekommen haben, aber es gibt eben auch genügend Gegenden, wo es sehr heftig ist. Bei uns in Schleswig-Holstein im Kreis Schleswig-Flensburg gehts noch gerade so. Fehmarn ist vermutlich inzwischen komplett abgeschnitten, Lübeck´s Altstadt ertringt und Dämme drohen zu Brechen. LKW´s stecken fest auf der A20 und auf Rügen droht ebenfalls der Kontaktverlust zum Festland. Schlimm für die Menschen dies es härter trifft, als uns. Das ist dann kein Spaß!

Hier ein paar Impressionen aus Schaalby, Füsing an der Schlei und Kahleby:

Wie sieht es bei Euch aus? Sind Eure Lieben alle heil nach Haus gekommen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Border an der Schlei

Juni 14th, 2009 | Posted by Mathias in einfach so | Hund | Regionales | Schlei - (Kommentare deaktiviert für Border an der Schlei)

Sisko kann es am Wochenede immer kaum erwarten, wenn es endlich nach draußen geht. Wenn es dann endlich losgeht, gibt es kein Halten mehr.

Heute waren wir mal nicht in Schaalby, sondern diesmal unten in Winning (Füsing) am Strand.

Das Foto entstand in einer kleinen Spielpause zwischen Baden und Frisbee-Werfen. Das Frisbee-Werfen ist sowieso das wichtigste Spiel für Sisko. Klar müssen auch Stöckchen fliegen, aber wenn der Frisbee in Herrchens oder Frauchens Hand ist… Wuff! Wuff! Wuff!

Wie das dann aussieht, kann man auf dem folgenden Bild sehen. Da hat der Bauer die Schleiwiese gerade mal gemäht und das ist natürlich super zum Spielen.

Pyronale Team Litauen

Jahresrückblick 2008

Da hat mir doch der Markus ein Stöckchen übermittelt. Diesmal geht es um 5 Dinge, die einem persönlich im vergangenen Jahr gefallen, auf den Nerv gegangen sind, oder einfach nur einmal im positiven oder negativen Sinn Erwähnung finden sollten. Da ich zunächst gar nicht wusste, um was es eigentlich thematisch geht , habe ich mir einige andere Blogs mit diesem Thema angesehen und versuche hier mal 5 Punkte aufzuzählen:

  • An erster Stelle und damit sowohl als persönliches Highlight als auch als Highlight unserer kleinen Familie, steht unser Familienzuwachs. Inzwischen ist Sisko unser Hund über 8 Monate alt. Er ist jeden Tag wieder ein riesen Gewinn und eine einzige Freude für uns. Nicht nur, dass er einfach nur knuffig, süß und sehr lieb ist, sondern auch, dass meine Frau, trotz Tierhaarallergie, keinerlei Reaktion auf Sisko zeigt, ist einfach nur toll. Die täglichen Spaziergänge sind für mich nicht minder wichtig geworden. Bilder gibts bei Flickr.
  • Auf Platz 2 folgt dann meine Familie selbst. Da kann ich nur sagen, dass ich das große Los gezogen habe. Sohn, Frau, nun der Hund… unbeschreiblich gut! Ich hoffe, dass das auch so bleibt! :o)
  • Ein sehr einschneidendes Erlebnis war das Unwetter hier in Schaalby. Eigentlich betraf es ja die ganze Region. In Schleswig war die Ladenstraße unter Wasser und wir hatten hier die wohl größten Hagelkörner, die ich je gesehen habe. Man gerät bei sowas leicht in Sorge, ob am Haus denn auch alles Heil bleibt.
  • Ein NoGo stellt wohl die Wirtschaftskrise dar. Es wurde ja schon viel dazu geschrieben, deshalb belasse ich es einfach mal bei der bloßen Nennung. Schlimm ist nur, daß so wenige Menschen (Banker, Broker) die Wirtschaft auf der ganzen Welt so aus dem Gefüge bringen können.
  • Im letzen Punkt bringe ich mal ein paar mehr Dinge unter. Musikalisch dürften wohl sowohl die neue CD von Pink, als auch die neue Queen CD (habe ich heute erworben und  schon mal reingehört) im positiven Sinne zu nennen sein. Bester Film in diesem Jahr war für mich „Batman – The Dark Knight“, schlechtester Film ist „Ein Quantum Trost – James Bond“. Von James Bond hatte ich mir ehrlich gesagt deutlich mehr versprochen bei dem Budget. Zum Schluß ist noch das Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie zu nennen, das in diesem Jahr Einzug in unserer beschaulichen Hütte gehalten hat: Die Nintendo Wii. Ein irrer Spaß!

Ich gebe zu, im letzten Punkt habe ich ein wenig geschummelt und viel mehr untergebracht, als gedacht war. Es ist immer das Gleiche: Am Anfang weiß man kaum was man schreiben soll und am Ende hätte man auch gut doppelt so viel zu sagen.

Nun gut, das Stöckchen will auch weitergegeben werden. Ich werfe mal in diverse Richtungen zu Thesueingone, Rowi, Bauhausmensch, Danielasgedanken und zu Blogwiese. Fünf an der Zahl sollen es denn auch hier wieder sein.

Für das kommende Jahr Euch allen viel Glück, Gesundheit und Erfolg!

Creative Commons License photo credit: Jule_Berlin