Google hat ein Streetview Schneemobil

Februar 10th, 2010 | Posted by Mathias in Fundstücke | Google | Navigation - (Kommentare deaktiviert für Google hat ein Streetview Schneemobil)

Vor einigen Tagen erst hat Google Streetview für unsere nordischen Nachbarländer Dänemark, Schweden und Finnland freigegeben. Für mich ein besonderer Moment, da wir zum Zeitpunkt der Aufnahmen in Dänemark vor Ort waren und nun in Streetview zu finden sind. Spaßig!

Google beweist jedoch erneut seine Innovativität und sein Fingerspitzen gefühl für das Besondere. Google setzt ein Schneemobil ein, um rechtzeitig zur Winter-Olympiade auf Google-Maps Streetview Bilder des Veranstaltungsortes und der Skipisten zeigen zu können.

Google läßt es sich nicht nehmen, das gute Stück in einem Filmchen vorzustellen:

via: Google Now Has a Street View Snowmobile

Ich bin auf den Fahrer des Schneemobils ein klein wenig neidisch, denn vor ein paar Jahren konnte ich auf einem Nokia-Event in Finnland einen Tag lang auf einem Schneemobil durch die finnische Landschaft gurken. Das war ein Riesenspaß. Vor allem als wir feststellten, dass der Tachometer des Flitzers als Höchstgeschwindigkeit 50 Meilen pro Stunde anzeigte. Wir dachten zunächst es wären 50 Km/h…

😉

zensursulaVorgestern erst haben wir die Äusserungen unseres Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Schleswig-Flensburg Wolfgang Börnsen zur Niederlage der SPD-Linken bei der fraktionsinternen Abstimmung in der SPD zur Kenntnis nehmen müssen.

Heute durften wir den Medien nun entnehmen, wie die SPD-Spitze sich bei den Verhandlungen zum stark kritisierten Gesetzes-Entwurf „geschlagen“ hat.

Statt die Kritiker und auch die Mitzeichner der E-Petition gegen das Zensurgesetz ernst zunehmen, straft man sie lieber ab. So jedenfalls ist das Vorgehen der SPD in der Internet-Gemeinde angekommen.

Einen sehr lesenswerten und treffenden Artikel hat die Zeit zur Lage der Nation geschrieben:

Kritiker der Netzsperre wenden sich von Politik ab

130.000 Unterschriften für die Online-Petition des Bundestages – ohne buchbaren Erfolg. Die Kritiker des Gesetzes zur Sperre kinderpornografischer Sites sind enttäuscht.

Auf einen etwas längeren Tweet seitens Ralf Stegner auf Twitter mit Erklärungsversuchen zur Entscheidung der SPD (bitte auch die folgenden Tweets ansehen),  konnte ich mir einen Kommentar einfach nicht verkneifen:

Kommentar an Ralf Stegner auf Twitter

Es bleibt zu hoffen, dass der Bundesrat seine geäußerten Bedenken in die Tat umsetzt und das Gesetz kippt. Wenn jedoch auch der Bundesrat die sehr laute Kritik der Bürger ignoriert, können wir nur noch auf unseren Bundespräsidenten Horst Köhler hoffen. Denn erst durch seine Unterschrift würde das Gesetz nach Verabschiedung tatsächlich zu Stande kommen.

Die Links zum Thema:

Gesetz zu Web-Sperren in trockenen Tüchern – Heise.de

Jetzt als Spezialgesetz: Koalition einigt sich über Internetsperren – Spiegel-Online

Kinderporno-Seiten: Kritiker der Netzsperre wenden sich von Politik ab – Zeit-Online

Einigung von SPD und CDU zu Internetsperren – Golem.de

zensursulaWas passiert, wenn Politiker dem Wahlkampf-Wahn verfallen, zeigt das folgende Statement von Wolfgang Börnsen, seines Zeichens CDU-Politiker im Wahlkreis Schleswig-Flensburg, und seiner Kollegin Dorothee Bär:

Klare Kante gegen Kinderpornographie
Gesetz nun zügig zu verabschieden – im Interesse der Kinder

[…]Damit ist eine gefährliche Entwicklung gestoppt worden. Unter Berufung auf eine angebliche Internetzensur durch den Staat wollten die Linksaußen in der SPD durchsetzen, dass das Internet zum rechtsfreien Raum wird. Die SPD wäre dadurch Gefahr gelaufen, Straftaten im Internet Vorschub zu leisten, von der Vergewaltigung und Erniedrigung kleiner Kinder bis hin zu Urheberrechtsverletzungen in breitestem Ausmaß gegenüber Künstlern und Kreativen. Allen engagierten Streitern gegen das abscheuliche Verbrechen der Kinderpornografie ist angesichts des Scheiterns der SPD-Linken ein Stein vom Herzen gefallen […]

Gewalttaten gegen Kinder und jeden anderen Menschen sind schlimm, abstoßend und unbedingt strafrechtlich zu verfolgen. Darin stimme ich Herrn Börnsen voll und ganz zu! Nicht übereinstimme ich mit ihm jedoch, gegen solche Taten im Internet vorzugehen.  Denn „Ein Web-Filter schützt kein einziges Kind!“ Jeder Politiker der ernsthaft etwas gegen Kinderpornografie im Internet tun will, sollte nicht erst im Netz ansetzen, denn dann ist es bereits zu spät! Doch es heißt weiter:

Wir fordern daher die SPD-Fraktion auf, das Gesetz nun zügig zu verabschieden – im Interesse der Kinder. Dabei machen wir – gerade als Medienpolitiker – ganz klar: Zugangssperren im Internet müssen und werden einzig und allein auf kinderpornographische Seiten beschränkt bleiben.

Im Interesse der Kinder wäre es, etwas gegen die Gewaltaten gegen Kinder zu tun, bevor es überhaupt dazu kommt. Aber Herr Börnsen führt in seiner PR-Meldung bereits selbst an, worum es ihm wohl auch noch geht:

…bis hin zu Urheberrechtsverletzungen in breitestem Ausmaß gegenüber Künstlern und Kreativen.

Am Ende der Meldung steht dann das Folgende:

Zugangssperren im Internet müssen und werden einzig und allein auf kinderpornographische Seiten beschränkt bleiben.

Für mich ist dies ein Widerspruch. Wenn sich Herr Börnsen als Medienpolitiker tituliert, dann wird mir angesichts solcher Aussagen ohne Sinn und Verstand Angst und Bange. Zugangssperren helfen da gar nicht. Erst recht nicht, wenn sie so leicht zu umgehen sind, wie dies bereits von vielen Fachleuten kritisiert wurde. Zugangssperren bergen nur die Gefahr von Zensur.

Lieber Herr Börnsen: Nehmen Sie lieber wieder den Leierkasten zur Hand und gehen sie damit auf Tour für einen guten Zweck, wie im Dezember in Schleswigs Ladenstrasse. Damit erreichen Sie die bedürftigen Kinder wenigstens direkt und sind tausendfach glaubwürdiger.

Wer etwas gegen Zensur im Internet tun will, der sollte mal auf Zensursula.net vorbeischauen, oder sich bei der Piratenpartei informieren

Links zum Thema:

SPD: Initiativantrag gegen Netzsperren gescheitert – diese kommen aber dennoch nicht – Pottblog

Zensursula: CDU/CSU kommentiert SPD-Beschluss – Netzpolitik

Pyronale Team Litauen

Jahresrückblick 2008

Da hat mir doch der Markus ein Stöckchen übermittelt. Diesmal geht es um 5 Dinge, die einem persönlich im vergangenen Jahr gefallen, auf den Nerv gegangen sind, oder einfach nur einmal im positiven oder negativen Sinn Erwähnung finden sollten. Da ich zunächst gar nicht wusste, um was es eigentlich thematisch geht , habe ich mir einige andere Blogs mit diesem Thema angesehen und versuche hier mal 5 Punkte aufzuzählen:

  • An erster Stelle und damit sowohl als persönliches Highlight als auch als Highlight unserer kleinen Familie, steht unser Familienzuwachs. Inzwischen ist Sisko unser Hund über 8 Monate alt. Er ist jeden Tag wieder ein riesen Gewinn und eine einzige Freude für uns. Nicht nur, dass er einfach nur knuffig, süß und sehr lieb ist, sondern auch, dass meine Frau, trotz Tierhaarallergie, keinerlei Reaktion auf Sisko zeigt, ist einfach nur toll. Die täglichen Spaziergänge sind für mich nicht minder wichtig geworden. Bilder gibts bei Flickr.
  • Auf Platz 2 folgt dann meine Familie selbst. Da kann ich nur sagen, dass ich das große Los gezogen habe. Sohn, Frau, nun der Hund… unbeschreiblich gut! Ich hoffe, dass das auch so bleibt! :o)
  • Ein sehr einschneidendes Erlebnis war das Unwetter hier in Schaalby. Eigentlich betraf es ja die ganze Region. In Schleswig war die Ladenstraße unter Wasser und wir hatten hier die wohl größten Hagelkörner, die ich je gesehen habe. Man gerät bei sowas leicht in Sorge, ob am Haus denn auch alles Heil bleibt.
  • Ein NoGo stellt wohl die Wirtschaftskrise dar. Es wurde ja schon viel dazu geschrieben, deshalb belasse ich es einfach mal bei der bloßen Nennung. Schlimm ist nur, daß so wenige Menschen (Banker, Broker) die Wirtschaft auf der ganzen Welt so aus dem Gefüge bringen können.
  • Im letzen Punkt bringe ich mal ein paar mehr Dinge unter. Musikalisch dürften wohl sowohl die neue CD von Pink, als auch die neue Queen CD (habe ich heute erworben und  schon mal reingehört) im positiven Sinne zu nennen sein. Bester Film in diesem Jahr war für mich „Batman – The Dark Knight“, schlechtester Film ist „Ein Quantum Trost – James Bond“. Von James Bond hatte ich mir ehrlich gesagt deutlich mehr versprochen bei dem Budget. Zum Schluß ist noch das Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie zu nennen, das in diesem Jahr Einzug in unserer beschaulichen Hütte gehalten hat: Die Nintendo Wii. Ein irrer Spaß!

Ich gebe zu, im letzten Punkt habe ich ein wenig geschummelt und viel mehr untergebracht, als gedacht war. Es ist immer das Gleiche: Am Anfang weiß man kaum was man schreiben soll und am Ende hätte man auch gut doppelt so viel zu sagen.

Nun gut, das Stöckchen will auch weitergegeben werden. Ich werfe mal in diverse Richtungen zu Thesueingone, Rowi, Bauhausmensch, Danielasgedanken und zu Blogwiese. Fünf an der Zahl sollen es denn auch hier wieder sein.

Für das kommende Jahr Euch allen viel Glück, Gesundheit und Erfolg!

Creative Commons License photo credit: Jule_Berlin

Das war schon eine heftige Zeit damals. Nico Lumma beschreibt seine Erlebnisse aus der Zeit und ich werde das hier auch mal machen, soweit ich mich noch erinnern kann.

Auf Nordstrand waren wir, da unser zu Hause auch noch weit abgelegen vom Zentrum der Insel liegt, quasi abgeschnitten von der Zivilisation. Das einzige was wir hatten war ein Radio. TV gabs bei uns noch nicht so richtig. Die 3 Programme waren in schwarzweiß. Kein Internet, Telefon nur beim Nachbarn, der 1 Km weit weg wohnte. Im Radio hörten wir, dass viel Schnee fallen solle. Wir konnten uns das gar nicht vorstellen. Ich erinnere mich noch, dass wir an den Abenden, an denen es draußen stürmte und schneite, alle zusammen versammelt bei Oma in der Küche zu Kartenspielen saßen. Man spielte 66 ein Kartenspiel, dass die Großen damals immer spielten und meine Ur-Ur-Oma hat sie alle abgezockt.

Am nächsten Tag – wir waren eingeschneit bis über das Dach – hat mein Vater von oben alle Fenster frei gebuddelt, damit Licht ins Haus konnte. Rund um das Haus lag mindestens 3 m hoch der Schnee. Einkaufen mußten wir auch irgendwie. Ich bin dann mit meinem Vater, unserem Schäferhund und ich glaube mit meinem Bruder und meiner Muter querfeldein zum Kaufmann gelaufen. Morgens los, Wann wir zurück waren weiß ich nicht mehr, aber es war ein wunderschöner und sonniger Tag. Daran erinnere ich mich noch, denn ich war erst 5 Jahre alt.

Mein Vater hat uns Kinder irgendwann auf der Wiese (Fenne) hinterm Haus in einer riesigen Schneewehe eine Höhle geschaufelt, in der wir spielten. Ich als kleiner Zwerg hab sicher mit offenem Mund vor diesem riesigen Schneeberg gestanden. Mit dem Schlitten sind wir vom Dach aus gestartet.

Tage später dann hörten wir einen wahnsinnigen Lärm. Am Ende der meterhoch zugeschneiten Straße flog der Schnee in hohem Bogen Richtung Felder. Die Rettung nahte. Für uns Kinder war das einfach nur spannend. eine massige Schneefräse arbeitete sich Meter für Meter an unserem Hof vorbei. Wir Kinder standen später oben auf dem Schneerand und blickten auf die Strasse hinab, der Fräse hinterher und freuten uns wie Könige. Schließlich hatten wir so eine Maschine noch nie gesehen…

Ich werde diese Zeit nie vergessen.Obwohl diese Zeit sicher eine große Bedrohung für meine Familie war, fehlte es uns an sich an nichts. Meine Familie hat mir in dieser Zeit nie das Gefühl gegeben , dass große Gefahr drohe. Und dafür bin ich sehr dankbar!

Update: Eine sehr schöne dokumentarische Zusammenstellung zum Schneewinter 78/79 gibt es beim NDR