Glowing PhoneBei den bisher bekannten Handys, konnte man auf relativ einfache Weise in den Mitteilungseinstellungen die SMS-Zentralnummer (SMSC) ändern. Nötig wird dies, wenn man seinen Handy-Vertrag nicht direkt beim Netz abschließt, oder eine spezielle SMS-Option gebucht hat, die nur mit einer eigens dafür vorgesehenen SMSC (Short Message Service Center) korrekt abgerechnet wird.

Smartphones haben hier oft ganz eigene Ansätze.  Denn es ist meist vom Hersteller nicht vorgesehen, oder vom Netz nicht gewünscht, dass der Kunde die SMSC ändert. Dennoch gibt es eben Situation, in denen die Änderung nötig wird.

ACHTUNG: Bevor man nun jedoch wahllos die SMSC ändert, sollte man sich ganz genau beim Anbieter informieren, ob das überhaupt nötig ist!

Speziell auch bei Android Smartphones kommt es immer wieder zu der Frage, wo man denn die SMSC ändern kann. Regulär würde man vermuten, dass man die SMSC eben auch in den Mitteilungseinstellungen ändern kann. Bei vielen Androids ist dies auch möglich. Beim Goggle Nexus S ist dies nicht möglich. Und auch bei meinem alten HTC Desire ist dies, soweit ich mich erinnere, nicht so einfach möglich. Hier muß man ganz anders vorgehen.

Zunächst einmal ruft man sich Online PDU Encoder and Decoder im Internet auf. Dort angekommen gibt man, wie in der folgenden Darstellung zu sehen, die „eigene“ – bitte an obigen Hinweis denken – SMSC ein. Ist dies erledigt klickt man auf „Convert.“

Im rechten rot markierten „Fenster“ erscheint nun ein etwas längerer String. Aus der zweiten Zeile dieses Strings – siehe grüne Markierung im Bild – entnimmt man nun die ersten 16 Ziffern. Am besten Tab/Browser geöffnet lassen, denn jetzt gehts zu Schritt zwei.

Auf dem Handy jetzt im Telefonmodus – so als würde man jemanden anrufen – das Folgenden eingeben

*#*#4636#*#*

Es erscheint automatisch ein „erweitertes Menü“. Man wählt hier das Menü „Telefoninformation“ aus. Auf der folgenden Seite gibt es dann einige Informationen über das Telefon, so z.B. IMEI, Netzbetreiber, Signalstärken, IPs und vieles mehr.

Ändert hier nichts an den sonstigen Einstellungen ausser der nun folgenden Eingabe der SMSC-Daten. Denn wer hier unkontrolliert Änderungen vornimmt, kann ggf. nachher weder telefonieren, noch SMS, versenden oder online gehen.

Scrollt runter bis zum Feld „SMSC“. Daneben gibt es zwei Button. „Aktualsierung“ und „Aktualisieren“. Wenn ich beim Nexus auf den zweiten Button „Aktualisieren klicke, erscheint im SMSC-Feld „00“. Warum auch immer.

Nun gibt man im SMSC-Feld die oben codierten 16 Ziffern ein. Ihr erinnert Euch, die aus dem grünen Rahmen, die ihr dort selbst codiert habt. Das können durchaus andere Ziffern sein, als bei mir im Bild. Also selbst machen. Nach der Eingabe der Ziffern klickt man auf „Aktualisierung“. Damit sollte die Eingabe abgespeichert sein. Einfach einmal zurück gehen und prüfen, ob die Daten gespeichert sind.

Wenn die eingegebenen Daten hinterlegt sind, sendet man über die so codierte SMSC.

 

Hinweis in eigener Sache: Bevor man die SMSC ändert, sollte man, wie erwähnt, immer mit seinem Anbieter klären, ob dies nötig ist und welche SMSC die richtige ist. Ich übernehme keinerlei Gewähr für die Richtigkeit dieser Einstellungen auf allen Android Handys und ich trage auch keine erhöhten SMS-Gebühren, wenn jemand dieser Anleitung gefolgt ist und dadurch zusätzliche SMS-Kosten hat.

 

Creative Commons License photo credit: adam & lucy

Kurioses aus der Inbox. Oder wie man Mobile Mehrwert-Dienste-Abos kündigt

Januar 18th, 2011 | Posted by Mathias in einfach so | Fundstücke | mobile payment | Mobilfunk | SMS - (Kommentare deaktiviert für Kurioses aus der Inbox. Oder wie man Mobile Mehrwert-Dienste-Abos kündigt)

Heute fand ich die folgende E-Mail in der Inbox. Sie erreichte mich über das Kontaktformular dieses Blogs (Rechtschreibfehler Eigentum des Absenders , Anonymisierung durch mich):

from        Name<f&*%@y%$§*mail.com>

date      18 January 2011 11:03

subject Kontakt via penzweb.de

hide details 11:03 (42 minutes ago)

Name wrote:

Sehr gheerte Damen und Herren,

hier mit Ich kundige mein „IrgendeinContentanbieter“ abo absofort.

ich bitte um das bastitigung.

mit freudlichen Grussen

Vorname Name

Website:

IP: ABC.ABC.ABC.ABC

Das Anliegen des  Absenders ist sicherlich nachvollziehbar. Der Absender hat bei einem Content-Anbieter irgendeine Art von Abo-Dienst abgeschlossen, welcher nun beendet werden soll.

Natürlich hat der Absender der E-Mail in mir nicht den gewünschten Adressaten gefunden und so kann ich natürlich auch nicht die Beendigung des Dienstes herbeiführen. Zudem hat er jedoch auch kaum Informationen über sich geliefert. Lediglich die E-Mail-Adresse und ein Name sind bekannt. Der Anbieter des Dienstes wird aus diesen spärlichen Angaben sicher nicht ableiten können, welchen Dienst der Kunde derzeit gebucht hat und um welchen Kunden es sich hier handelt.

Aus der Art der E-Mail ist zu schließen, dass der Absender sich einen Content Abo-Dienst für sein Mobiltelefon bestellt hat. Die Bestellung dieser Dienste erfolgt in der Regel im Web in Verbindung mit der Eingabe der eigenen Mobilfunk-Rufnummer oder eben direkt per SMS an eine Kurzwahl-Nummer (SMS Kurzwahl, auch als Mehrwert-Dienst oder im Volksmund als Premium-SMS bekannt). Demzufolge kann der Dienste-Anbieter auch lediglich die MSISDN (Mobilfunk-Rufnummer) des Kunden und den Zeitpunkt der Bestellung nachvollziehen.

Aus diesem Grund sollte der Absender daher in seiner E-Mail an den Dienste-Anbieter zumindest seine Rufnummer, dem Namen des bestellten Dienstes oder der Art des bestellten Contents anführen. Andernfalls hat der Anbieter kaum eine Möglichkeit, den Dienst zu beenden. Er muß per Mail Nachforschungen beim Kunden anstellen, um dessen Anliegen zufriedenstellend lösen zu können.

Damit dies jedoch überhaupt möglich ist, sollte der Kunde sich auch an den korrekten Dienste-Anbieter wenden. Entweder googelt man den Namen des Anbieters und sucht den Kontakt über die Anbieter-Seite, oder man schaut einmal bei seinem Mobilfunkanbieter im Web vorbei und sucht dort nach dem Punkt Verbraucherschutz. Dieser sollte bei jedem Mobilfunkanbieter vorhanden sein und dort findet man dann in aller Regel eine Übersicht  aller Mehwertdienste-Anbieter inkl. Kontaktdaten.

SMS ist meistgenutzte Handyfunktion

August 24th, 2010 | Posted by Mathias in mobile internet | Mobilfunk | News | SMS - (Kommentare deaktiviert für SMS ist meistgenutzte Handyfunktion)

Nach einer gestern veröffentlichten Bitkom Studie nutzen rund dreiviertel alle deutschen Mobilfunknutzer als wichtigste Handyfunktion die SMS.

Inwieweit die Studie tatsächlich repräsentativ ist, sei mal dahin gestellt. Man kann aber davon ausgehen, dass die Aussage zur SMS auf jeden Fall der tatsächlichen Nutzung im Markt nahe kommt. Verwundert bin ich über die Aussage zu den MMS. Dies läßt sich beim besten Willen in der tatsächlichen Nutzung nicht bestätigen.

Schaut man sich die Funktionen im einzelnen an, stellt man fest, dass das Handy immer mehr zum persönlichen Begleiter für alle relevanten Kommunikations- und Unterhaltungsfunktionen wird. Untermauert wird dies durch die folgende Aussage:

Schuster: „Moderne Handys und Smartphones sind multifunktionale Alleskönner, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.“ So kann sich nach einer BITKOM-Umfrage die Hälfte der Deutschen ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen.

Das Thema Navigation steht wohl ebenso noch am Anfang, wie die Nutzung von Apps – jedenfalls im Massenmarkt. Spannend hingegen ist – selbstverständlich – die Entwicklung bei der Nutzung des Internets auf dem Mobiltelefon:

Den Durchbruch im Massenmarkt haben die Internetfunktionen der Handys geschafft. Aktuell nutzen 10 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Internetfunktionen mit ihrem Mobiltelefon. Das entspricht 17 Prozent aller Handy-Besitzer.

Hier werden wir in Zukunft noch eine rasante Entwicklung erleben. Kaum ein Handy wird in den kommenden ein bis ein-ein-halb Jahren ohne Internet-Zugang auskommen. Zudem stellen die Handy-Internet-Flat-Rates mit Einstiegspreisen um, teilweise unter 10€, schon heute keine Hürde mehr dar.

LKA Bayern warnt vor SMS-Spam Betrug

Mai 6th, 2010 | Posted by Mathias in Messaging | Mobilfunk | Recht | Sicherheit - (Kommentare deaktiviert für LKA Bayern warnt vor SMS-Spam Betrug)

TextingIm aktuellen Fall wurden offensichtlich per Massen-SMS zufällig generierte Mobilfunkrufnummern (MSISDN) per SMS traktiert. Vorgegaukelt wurden den Opfern, dass ein vermeintlicher Kontakt eine neue Handynummer hätte. Sobald die Opfer reagierten und womöglich per SMS antworteten, hätten sie eine Rechnung über 79€ von einem in London ansässigem Erotik-Chat Anbieter bekommen. Angeblich hätten die Opfer an einem solchen Chat teilgenommen.

Das ist ganz klasisches Spamming und offensichtlich ist es noch immer mehr als einfach, potentielle Opfer zu finden, die bereitwillig ihre Daten per SMS oder Telefon herausgeben. Eine einfache Rück-SMS mit irgendeinem beliebigen Text, wird dem Spammer kaum die eigene Anschrift verraten. Um die Anschrift herauszubekomen, braucht es in so einem Fall die Mithilfe des Opfers.

Genauso, wie man auf E-Mail-Spam und Phishing-Mails nicht reagieren sollte, so sollte man auch auf SMS von unbekanntenKontakten nicht reagieren. Wenn es etwas Wichtiges gibt und jemand aus dem Bekanntenkreis den Kontakt sucht, dann wird er sich schon zu erkennen geben.

Sollte man doch einmal in die Falle tappen, gilt es umgehend alle Daten und Beweise zu sichern. Neben SMS und Anrufprotokollen ist es auch gut sich einen EVN (Einzelverbindungsnachweis) vom Mobilfunk- oder Festnetzanbieter geben zu lassen. Zusätzlich noch die vermeintlichen Rechnungen und SChreiben eines solchen Anbieters aufheben und auf keinen Fall irgend eine dieser Rechnungen überweisen.

Creative Commons License photo credit: ydhsu | via: Neue Handynummer: LKA Bayern warnt vor Betrug per SMS

SMS: digitale Neujahrsgrüße 2009/2010

Dezember 28th, 2009 | Posted by Mathias in Handy | Kommunikation | Messaging | Mobilfunk | SMS - (Kommentare deaktiviert für SMS: digitale Neujahrsgrüße 2009/2010)

enVWenn an Silvester pünktlich um 0:00 Uhr die ersten Raketen in den Nachthimmel geschossen werden und uns die Böller um die Ohren fliegen, dann werden nur wenige Sekunden später bereits Millionen SMS verschickt.

Die digitalen Neujahrsgrüße bringen zu diesem Zeitpukt die Leitungen der Netzbetreiber und Provider mit eigenem SMS-Center trotz mehrfach redundant ausgelegter SMS-Routen zum „Glühen.“ Wenn man bedenkt, dass jedes Jahr rund 300 Mio Kurznachrichten allein in Deutschland versendet werden, ist dies nicht weiter verwunderlich.

Sowohl Netzbetreiber als auch Serviceprovider arbeiten stetig daran, die Gateways auf diesen saisonalen Ansturm vorzubereiten. Das reguläre Grundrauschen an normalen Tagen und die über den Tag ansteigende und zur Nacht wieder abflachende Traffic-Kurve stellt für die Provider keine besondere Herausforderung dar.  Doch Weihnachten als erste SMS-Welle im Jahresendgeschäft läßt in etwa erahnen, was auf die Systeme zum Jahreswechsel zukommen wird.

Früher waren die SMS-Mengen zu Silvester jedoch immer eine imense Herausforderung. In der SMS-Queue stauten sich die Nachrichten und die Auslieferung dauerte oftmals einige Stunden. Nicht selten kamen die Neujahrsgrüße erst an, wenn man selbst schon wieder daran dachte wie wohl die Hauptmahlzeit des Tages aussehen könnte.

Heute sind die SMS-Routen bei allen Anbietern so ausgelegt, das Trafficspitzen, wie zu Silvester, Weihnachten und zu anderen Feiertagen und Anlässen (z.B. am Valentinstag) entsprechend abgedeckt sind.

Als Kunde sollte man sich dennoch ein wenig gedulden, denn es kann immer einmal zu Verzögerungen und Delays bei der Auslieferung der heissgeliebten SMS kommen.

Dies kann im Übrigen auch an jedem anderen Tag passieren. SMS ist eben kein Realtime-Dienst, auch wenn es manchmal so scheint. Vielleicht sind wir da bereits ein wenig verwöhnt.

Creative Commons License photo credit: Nesster